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Kommentar

Bundesanwalt Lauber: Leere Versprechen zählen nicht

Der wiedergewählte Bundesanwalt Michael Lauber müsste endlich aufhören, auf Zeit zu spielen und seiner Aufsicht Steine in den Weg zu legen. Der Kommentar.
Henry Habegger

Bundesanwalt Michael Lauber wurde letzte Woche vom Parlament wiedergewählt. Knapp zwar, und wohl auch nur, weil er zuvor eine Reihe von Versprechen abgegeben hatte. Er zeigte sich reumütig, gab sogar Fehler zu. Notabene sagte er, er werde zurücktreten, wenn im Disziplinarverfahren etwas an ihm hängen bleibe.

Doch nun zeigt sich, dass sich dieses Versprechen als leer herausstellen könnte. Denn im Disziplinarverfahren könnten zentrale Vorwürfe schon bald verjähren. Dies betrifft notabene die ominösen Treffen mit Fifa-Boss Gianni Infantino. Sollte sich Lauber wirklich in die Verjährung retten, müsste sich auch das Parlament fragen, wie es so naiv sein konnte.

So weit ist es zum Glück noch nicht. Noch darf man auf Vernunft und Einsicht hoffen. Dazu müsste der wiedergewählte Bundesanwalt aber endlich aufhören, auf Zeit zu spielen und seiner Aufsicht Steine in den Weg zu legen wie ein Winkel-advokat. Er muss aufhören, das Disziplinarprozedere mit allen möglichen und unmöglichen Kniffen und Beschwerden zu torpedieren wie ein Querulant.

Denn er wurde nicht als Winkeladvokat oder Querulant gewählt, sondern als Bundesanwalt. Das ist der Leiter einer der wichtigsten Institutionen im Land, und von ihm muss man erwarten können, dass er Wort hält. Dass er beweist, dass seine reumütigen Auftritte vor dem Parlament nicht blosses Geschwätz waren.

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