Bund will Fahr- gemeinschaften fördern

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Mobilität Schweizer Autopendler sollen auf der Fahrt zur Arbeit vermehrt Platz machen für andere Mitfahrer. Dies will der Bund und plant laut «NZZ am Sonntag» eine nationale «Carpooling»-Initiative. Deren Ziel ist es, die durchschnittliche Belegung im Stossverkehr von 1,1 auf 1,5 Menschen pro Auto zu erhöhen. Damit sollen das Verkehrsaufkommen und der Energieverbrauch um fast einen Drittel reduziert werden. «Wenn wir nicht immer mehr Strassen bauen wollen, müssen wir versuchen, die bestehende Infrastruktur besser zu nutzen», sagt Christoph Schreyer, Leiter Mobilität im Bundesamt für Energie, der Zeitung. «Mitfahrmodelle sind ein einfaches Mittel, mit dem man auf der Strasse sehr viel Wirkung erzielen kann.»

Versuche, Fahrgemeinschaften zu fördern, gab es schon mehrere. Der neue Anlauf zielt darauf ab, das Verhalten der Autofahrer zu ändern. Erreicht werden soll dies mit Smartphone-Applikationen, bei denen die Benutzer die Mitfahrer wie bei der Dating-App Tinder nach gewissen Kriterien aussuchen, aber auch mit Anreizen wie etwa billigeren Parkplätzen für Gemeinschaftspendler. Der Bund will mit Akteuren aus der Wirtschaft bis Ende Jahr eine Konzeptstudie erstellen und danach über deren Start entscheiden. Geplant wird mit einem Budget von 250000 Franken, zu dem der Bund die Hälfte beisteuert. In die Arbeiten einbezogen ist auch die Dialogplattform Avenir Mobilité, in der sich Firmen wie Coop, die Post, SBB oder Siemens engagieren. (sda/red)