Bund will Eritreer zurückschicken

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Flüchtlinge Hunderte Eritreer sind vom Bund per Brief informiert worden, dass ihr Flüchtlingsstatus überprüft wird. Darin heisst es, dass das Staatssekretariat für Migration (SEM) beabsichtigte, die «vorläufige Aufnahme aufzuheben und den Vollzug der Wegweisung anzuordnen». Konkret überprüft das SEM die Dossiers von 3200 der insgesamt 9400 vorläufig aufgenommenen Eritreern. Die Behörden setzen damit ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts um. Dieses war Ende August 2017 zum Schluss gekommen, dass eritreische Staatsangehörige, die ihre Dienstpflicht geleistet haben, bei der Rückkehr ins Heimatland nicht generell mit erneuter Einberufung oder mit Bestrafung rechnen müssen. Eine Rückkehr in ihr Heimatland sei deshalb nicht generell unzumutbar. Gemäss SEM haben die betroffenen Personen die Möglichkeit des rechtlichen Gehörs. (sda)