Bund spart bei Regionallinien

BERN. Dem Bund fehlt Geld für die Mitfinanzierung des Betriebs von Regionallinien. Zumindest für 2013 dürfte das Problem jedoch gelöst sein. Das Budget für den Regionalverkehr soll um 20 Millionen Franken erhöht werden, wie Vertreter des Bundesamts für Verkehr (BAV) gestern sagten.

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BERN. Dem Bund fehlt Geld für die Mitfinanzierung des Betriebs von Regionallinien. Zumindest für 2013 dürfte das Problem jedoch gelöst sein. Das Budget für den Regionalverkehr soll um 20 Millionen Franken erhöht werden, wie Vertreter des Bundesamts für Verkehr (BAV) gestern sagten. Ab 2014 gibt es jedoch eine Finanzierungslücke, die sich wegen dichterer Fahrpläne noch zu verschärfen droht. Das BAV setzt die Bahnen deshalb unter Druck: Sie sollen die bisherigen Leistungen künftig billiger erbringen. Bei Investitionen in neue Regionalzüge soll Zurückhaltung gelten. Zudem sollen die Bahnen notfalls die Billettpreise erhöhen.

Gleichzeitig setzt das BAV den Sparhebel an: Ab 2014 will es Angebote im Regionalverkehr, deren Kostendeckungsgrad unter zehn Prozent liegt, nicht länger mitfinanzieren. Derart unrentable Angebot schadeten dem Ruf des öffentlichen Verkehrs (öV). Zudem plant das BAV, dass bei Bahnlinien, die nach zehn Jahren einen Kostendeckungsgrad von unter 30 Prozent haben, eine Umstellung auf Bus geprüft werden soll. Demnächst soll der Bundesrat darüber entscheiden. Auch die Ostschweiz könnte davon betroffen sein. Das BAV will allerdings nicht einfach auf Bus umstellen, sondern jeden Einzelfall eingehend prüfen. Und nicht zuletzt nimmt der Bund die Kantone in die Pflicht: Neue ÖV-Angebote soll es nur noch geben, wenn auch deren Finanzierung gesichert ist. (tga)