Bund soll neu KEV-Gelder für Energiespeicherung sprechen

Der Thurgauer GLP-Nationalrat Thomas Böhni verlangt, dass der Bundesrat die Energiestrategie 2050 anpasst und künftig Anlagen subventioniert, die Strom in Gas umwandeln.

David Schaffner
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Der Thurgauer GLP-Nationalrat Thomas Böhni. (Bild: Nana do Carmo)

Der Thurgauer GLP-Nationalrat Thomas Böhni. (Bild: Nana do Carmo)

Der unregelmässige Anfall von Energie war bisher die grösste Herausforderung beim geplanten Atomausstieg. Weil Solar- und Windanlagen im Gegensatz zu Kernkraftwerken nicht durchgehend Strom produzieren, genügen sie selbst dann nicht als Ersatz, wenn sie rein mengenmässig genug Energie liefern. Der Thurgauer GLP-Nationalrat Thomas Böhni ist überzeugt, dass für dieses Problem mittlerweile eine gute Lösung bereitsteht und fordert vom Bund, dass er künftig sogenannte Power-to-Gas-Anlagen fördert. Diese wandeln überschüssigen Strom mittels Elektrolyse in Wasserstoff und schliesslich in Methan um. Beide Energieformen können im Gasnetz gespeichert werden.

«Der Bundesrat wird beauftragt, die notwendigen Rahmenbedingungen für einen raschen Ausbau von Power-to-Gas-Anlagen zu schaffen», fordert der Frauenfelder in einer Motion, die er an der kommenden Wintersession vom 3. bis 21. März einreichen wird. Finanzieren möchte Böhni diese neuartigen Anlagen mit Gelder aus der KEV. Mit der kostendeckenden Einspeisevergütung subventioniert der Bund heute die Herstellung von erneuerbaren Energien. «Wichtig ist, dass die KEV künftig nicht nur die Produktion von sauberem Strom ausgleicht, sondern wenn notwendig auch die Umwandlung und Speicherung von Strom», sagt Böhni.

Mehr zum Thema in der Ostschweiz am Sonntag vom 23. Februar.

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