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Bund geht auf Distanz zu Berner Sportarzt

Dopingvorwürfe Die Schweizer Armee und das Staatssekretariat für Migration (SEM) ziehen Konsequenzen aus den Dopingvorwürfen gegen einen Berner Sportarzt. Bis die Schuldfrage geklärt ist, soll der Mann weder für die Armee tätig sein noch Ausschaffungsflüge begleiten. Der Mediziner war Anfang vergangener Woche in die Schlagzeilen geraten. Er soll einem vermeintlichen Hobby-Langläufer Testosteron zur Leistungssteigerung angeboten haben.

Inzwischen hat sich die Berner Justiz eingeschaltet: Die regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland führt eine Untersuchung wegen Widerhandlung gegen das Sportförderungsgesetz, wie ein Sprecher gestern auf Anfrage sagte.

Auf elf Sonderflügen mit dabei

In der Armee war der Arzt als Oberstleutnant im Fachstab Sport tätig. Armeesprecher Daniel Reist bestätigte entsprechende Informationen im «SonntagsBlick». Nach Bekanntwerden der Vorwürfe habe man die Zusammenarbeit ausgesetzt. Reist erklärte weiter, das Verhalten des Mannes in der Armee sei stets tadellos gewesen.

Der Fall zieht Kreise bis ins SEM. Denn der Arzt wurde wiederholt bei Ausschaffungsflügen eingesetzt – als freier Mitarbeiter der Ärztefirma Oseara, die sich für den Bund um die medizinische Betreuung von abgewiesenen Asylsuchenden kümmert. Als Facharzt für Innere Medizin habe der Mann seit 1. Juni 2016 elf Sonderflüge medizinisch begleitet, letztmals im Oktober 2017, sagte SEM-Sprecher Lukas Rieder und bestätigte damit die Angaben im «Sonntags-Blick». Oseara setze den Mann per sofort nicht mehr ein, bis die Schuld­frage geklärt sei. (sda)

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