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Schweizerin bricht Grapscher in Wien die Nase – Blocher will die Busse übernehmen

Weil sie einem Grapscher die Nase gebrochen hat, ist eine Schweizerin in Wien wegen Körperverletzung angezeigt worden. Der Fall beschäftigt auch alt Bundesrat Christoph Blocher: Er bietet an, eine allfällige Busse zu zahlen.
Michel Burtscher
Christoph Blocher zeigt Verständnis für die Reaktion der Schweizerin. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Christoph Blocher zeigt Verständnis für die Reaktion der Schweizerin. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Für eine 21-jährige Genferin nahm der Silvesterabend in Wien ein unschönes Ende. Sie feiert mit Freundinnen in der ­Innenstadt, als sie im Getümmel belästigt wird, wie die österreichische Boulevardzeitung «Krone» berichtet. Ein 20-jähriger Afghane soll sie und andere Frauen begrapscht, ihnen an den Hintern gefasst haben. Die Schweizerin wehrt sich und schlägt dem Mann ins Gesicht. So fest, dass sie ihm die Nase bricht. Der 20-Jährige blutet stark und muss ins Spital gebracht werden. Laut der Wiener Polizei dürfte ihn das Belästigungsopfer reflexartig beim Umdrehen geschlagen haben. Eine Strafe droht nun aber nicht nur dem mutmasslichen Grapscher, sondern auch der Schweizerin: Er wurde wegen sexueller Belästigung angezeigt, sie wegen Körperverletzung.

Das löste in den sozialen Netzwerken Empörung aus – und nicht nur dort: Der Fall beschäftigt auch SVP-Vordenker und alt Bundesrat Christoph Blocher. In der neusten Ausgabe seiner wöchentlichen Sendung «Tele Blocher» zeigt er Verständnis für die Reaktion der Schweizerin: «Wie will sich eine Frau denn wehren, wenn sie das nicht machen kann», fragt Blocher – und bietet der Genferin seine Hilfe an: «Wenn sie bestraft wird, zahle ich ihr gerne die Busse», so der alt Bundesrat weiter. Ob es überhaupt so weit kommt, ist im ­Moment offen. Die Staatsanwaltschaft könnte die Anzeige auch fallen lassen, wenn sie findet, dass die Schweizerin angemessen auf das Verhalten des Afghanen reagiert hat.

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