Billag

Billag-Kontrolleure: 1439 Schwarzseher gebüsst

Aller Kritik zum Trotz. Die Billag kontrolliert die Schweizer Haushalte munter weiter - und wurde fündig. 2010 wurden gegen 1440 Bussenausgesprochen.

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2010 hat das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) rund 1700 Verfahren gegen Schwarzseher abgeschlossen, wie die Zeitung "Der Sonntag" berichtet. Dabei wurden 1439 Bussen ausgesprochen gegen Haushalte, welche die Billag-Gebühren für den Radio- und TV-Empfang nicht bezahlt hatten. Im schlimmsten Fall droht eine Busse von 5000 Franken.

Bussen haben abgenommen

Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Anzahl Bussen halbiert. Was jedoch nicht heisst, dass es weniger Schwarzseher gibt. «Die Verfahren haben sich verlangsamt», sagt Bakom-Sprecherin Deborah Murith im "Sonntag". «Wir erhalten viele Rückfragen in Bezug auf die neueren Empfangsgeräte.» Will heissen: Noch immer wissen nicht alle, dass man auch für den TV-Empfang via Handy oder Computer bezahlen muss. Zudem gab es vier Hausdurchsuchungen. Dazu kommt es, wenn jemand abstreitet, TV zu schauen oder Radio zu hören, obwohl es beim Türbesuch offensichtlich ist, oder wenn am Haus eine Satellitenschüssel montiert ist. Um die Bevölkerung zu sensibilisieren, hat die Billag im letzten Jahr rund 240'000 Informationsschreiben verschickt.