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Showdown im Fall Lauber: Das sind die fünf wichtigsten Akteure

Mark Walther
Der Zuger Hanspeter Uster gehört seit 2013 der Aufsicht an – seit Anfang Jahr ist er Präsident. Seine Kritiker sagen, er sei ein «Kontrollfreak». Sie verweisen auf Usters Tätigkeit in der Aufsicht der Baselbieter Staatsanwaltschaft. Öffentlich trat er dort zwar kaum in Erscheinung, doch erst seit die Aufsichtskommission in corpore zurückgetreten ist, kam die Staatsanwaltschaft wieder zur Ruhe. Andere loben Uster, weil er ein anderes Verständnis der Aufsicht habe als sein Vorgänger. Er coache die Bundesanwaltschaft nicht einfach, sondern schaue genauer hin. Zudem missfalle Uster, wie Lauber die Verfahren führe: Dieser setze zu fest auf Deals statt auf das Recht, strebe zu oft einen Vergleich an, statt Kriminelle mit juristischem Handwerk zu Fall zu bringen. Andere sagen, Uster fühle sich von Lauber hintergangen, weil er nur von zwei Infantino-Treffen sprach und das dritte mögliche Treffen erst später bekannt wurde. Die Aufsicht hat eine Disziplinaruntersuchung gegen Lauber eröffnet. (Bild: KEYSTONE / ANTHONY ANEX)

Der Zuger Hanspeter Uster gehört seit 2013 der Aufsicht an – seit Anfang Jahr ist er Präsident. Seine Kritiker sagen, er sei ein «Kontrollfreak». Sie verweisen auf Usters Tätigkeit in der Aufsicht der Baselbieter Staatsanwaltschaft. Öffentlich trat er dort zwar kaum in Erscheinung, doch erst seit die Aufsichtskommission in corpore zurückgetreten ist, kam die Staatsanwaltschaft wieder zur Ruhe. Andere loben Uster, weil er ein anderes Verständnis der Aufsicht habe als sein Vorgänger. Er coache die Bundesanwaltschaft nicht einfach, sondern schaue genauer hin. Zudem missfalle Uster, wie Lauber die Verfahren führe: Dieser setze zu fest auf Deals statt auf das Recht, strebe zu oft einen Vergleich an, statt Kriminelle mit juristischem Handwerk zu Fall zu bringen. Andere sagen, Uster fühle sich von Lauber hintergangen, weil er nur von zwei Infantino-Treffen sprach und das dritte mögliche Treffen erst später bekannt wurde. Die Aufsicht hat eine Disziplinaruntersuchung gegen Lauber eröffnet. (Bild: KEYSTONE / ANTHONY ANEX)

Bundesanwalt Michael Lauber ist seit 2012 im Amt. Er steht in der Kritik wegen informeller Treffen mit Fifa-Präsident Giovanni Infantino. Zwei Treffen sind verbürgt, an ein mögliches drittes Treffen kann sich Lauber nicht erinnern. Das Strafgericht in Bellinzona entschied im Juni, dass Lauber in den Fifa-Verfahren befangen sei und in den Ausstand treten muss. Die Nichtprotokollierung der Treffen verletze Bundesrecht. Lauber wehrt sich öffentlich gegen die Aufsicht und ihren Präsidenten Hanspeter Uster und sprach in diesem Zusammenhang von einem Angriff auf die Institutionen. Juristisch lässt er sicht von Staranwalt Lorenz Erni vertreten, der gleichzeitig auch für Ex-Fifa-Präsident Josef Blatter tätig ist, einem der Beschuldigten im Fifa-Komplex. Er erreichte vor dem Bundesgericht, dass keine externe Person die Disziplinaruntersuchung gegen ihn führen darf. Seither arbeitet die Aufsichtsbehörde selber an der Untersuchung. (Bild: KEYSTONE / PETER KLAUNZER)

Bundesanwalt Michael Lauber ist seit 2012 im Amt. Er steht in der Kritik wegen informeller Treffen mit Fifa-Präsident Giovanni Infantino. Zwei Treffen sind verbürgt, an ein mögliches drittes Treffen kann sich Lauber nicht erinnern. Das Strafgericht in Bellinzona entschied im Juni, dass Lauber in den Fifa-Verfahren befangen sei und in den Ausstand treten muss. Die Nichtprotokollierung der Treffen verletze Bundesrecht. Lauber wehrt sich öffentlich gegen die Aufsicht und ihren Präsidenten Hanspeter Uster und sprach in diesem Zusammenhang von einem Angriff auf die Institutionen. Juristisch lässt er sicht von Staranwalt Lorenz Erni vertreten, der gleichzeitig auch für Ex-Fifa-Präsident Josef Blatter tätig ist, einem der Beschuldigten im Fifa-Komplex. Er erreichte vor dem Bundesgericht, dass keine externe Person die Disziplinaruntersuchung gegen ihn führen darf. Seither arbeitet die Aufsichtsbehörde selber an der Untersuchung. (Bild: KEYSTONE / PETER KLAUNZER)

Der Berner SP-Nationalrat Matthias Aebischer ist Mitglied der Gerichtskommission und verantwortet das Wahlgeschäft. Aebischer fiel in der Vergangenheit mit defensiv kritischen Voten zum Bundesanwalt auf. Er sprach von einem unsäglichen Hickhack. Die Bundesanwaltschaft sei in zentralen Dossiers nahezu handlungsunfähig. Vor einer Woche überraschte Aebischer mit der Aussage, dass die Gerichtskommission kaum darum herumkomme, Lauber zur Wiederwahl zu empfehlen. Gleichzeitig betonte er, dass das Parlament nicht an die Empfehlung gebunden sei: «Das ist das Schöne in der Schweizer Politik.» (Bild: KEYSTONE / GAETAN BALLY)

Der Berner SP-Nationalrat Matthias Aebischer ist Mitglied der Gerichtskommission und verantwortet das Wahlgeschäft. Aebischer fiel in der Vergangenheit mit defensiv kritischen Voten zum Bundesanwalt auf. Er sprach von einem unsäglichen Hickhack. Die Bundesanwaltschaft sei in zentralen Dossiers nahezu handlungsunfähig. Vor einer Woche überraschte Aebischer mit der Aussage, dass die Gerichtskommission kaum darum herumkomme, Lauber zur Wiederwahl zu empfehlen. Gleichzeitig betonte er, dass das Parlament nicht an die Empfehlung gebunden sei: «Das ist das Schöne in der Schweizer Politik.» (Bild: KEYSTONE / GAETAN BALLY)

Der Baselbieter SP-Ständerat Claude Janiak hat öffentlich Partei ergriffen für den Bundesanwalt. Janiak, der Lauber auch privat kennt, spricht von einer «Jagd auf den Bundesanwalt» und wirft der Aufsicht vor, ins Operative reinreden zu wollen. Janiak gehört zwar nicht der Gerichtskommission an. Sein Wort hat dennoch gewicht. Janiak war als Ständerat massgeblich beteiligt, als das Parlament 2009 regelte, wie die Aufsicht über die Bundesanwaltschaft funktioniert. Zudem präsidiert der Sozialdemokrat die Geschäftsprüfungsdelegation GPDel. (Bild: KEYSTONE / ANTHONY ANEX)

Der Baselbieter SP-Ständerat Claude Janiak hat öffentlich Partei ergriffen für den Bundesanwalt. Janiak, der Lauber auch privat kennt, spricht von einer «Jagd auf den Bundesanwalt» und wirft der Aufsicht vor, ins Operative reinreden zu wollen. Janiak gehört zwar nicht der Gerichtskommission an. Sein Wort hat dennoch gewicht. Janiak war als Ständerat massgeblich beteiligt, als das Parlament 2009 regelte, wie die Aufsicht über die Bundesanwaltschaft funktioniert. Zudem präsidiert der Sozialdemokrat die Geschäftsprüfungsdelegation GPDel. (Bild: KEYSTONE / ANTHONY ANEX)

Giorgio Bomio (SP), Richter am Bundesstrafgericht in Bellinzona, war bis 2017 Mitglied der Aufsichtsbehörde. Dem Vernehmen nach übte er eine ähnliche Kritik an Laubers Amtsverständnis wie Uster. Er selbst wollte gegenüber dieser Zeitung keine Stellung nehmen. Bomio kam in die Schlagzeilen, weil er am Fraktionsausflug der SP im Juni Ständerat Claude Janiak angegangen war und Lauber kritisiert hatte. Der Baselbieter informierte Lauber über dieses Gespräch, weil Bomio als Richter an einem Urteil zu einem Ausstandsbegehren gegen Lauber im Fifa-Komplex beteiligt war. (Bild: Thinkstock)

Giorgio Bomio (SP), Richter am Bundesstrafgericht in Bellinzona, war bis 2017 Mitglied der Aufsichtsbehörde. Dem Vernehmen nach übte er eine ähnliche Kritik an Laubers Amtsverständnis wie Uster. Er selbst wollte gegenüber dieser Zeitung keine Stellung nehmen. Bomio kam in die Schlagzeilen, weil er am Fraktionsausflug der SP im Juni Ständerat Claude Janiak angegangen war und Lauber kritisiert hatte. Der Baselbieter informierte Lauber über dieses Gespräch, weil Bomio als Richter an einem Urteil zu einem Ausstandsbegehren gegen Lauber im Fifa-Komplex beteiligt war. (Bild: Thinkstock)

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