Beschränkung stösst auf Skepsis

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Gesundheitswesen Der Spitalverband H+ hat Stimmberechtigte zur Zulassungsbeschränkung neuer Arztpraxen befragt, die der Bund national verankern will. Eine Mehrheit lehnt dies ab. Vier Fünftel der Befragten würde die Qualität der Arztpraxen als Kriterium heranziehen. Auch die Anzahl bereits vorhandener Praxen und deren Kosten wären für rund zwei Drittel sinnvolle Kriterien. 70 Prozent der Befragten würden die Kantone über Zulassungsbeschränkungen entscheiden lassen gegenüber 36 Prozent, die das als Bundesaufgabe sehen. Uneinigkeit herrscht darüber, ob man die Entscheidung dem Markt überlassen will: 45 Prozent befürworten dies, 49 Prozent sind dagegen. Nur 37 Prozent möchten, dass die Krankenkassen mitentscheiden.

Die Stimmberechtigten wünschen sich regionale Angebote für Notfälle, Geburten und wiederkehrende ambulante Behandlungen. Hingegen werden für mehrwöchige stationäre Behandlungen für eine Rehabilitation und in der Psychiatrie sowie tendenziell auch für einmalige chirurgische Eingriffe von 88 Prozent der Befragten längere Wege akzeptiert. (sda)