Bahnbillette bis zu 27 Prozent teurer?

Bern. Wird die künftige Finanzierung von Schienen und Tunnels so aufgegleist, wie es der Bundesrat will, müssen die Bahnkunden bis 2018 bis zu 27 Prozent mehr bezahlen. Dies teilte der Verband öffentlicher Verkehr (VöV) gestern mit.

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Bern. Wird die künftige Finanzierung von Schienen und Tunnels so aufgegleist, wie es der Bundesrat will, müssen die Bahnkunden bis 2018 bis zu 27 Prozent mehr bezahlen. Dies teilte der Verband öffentlicher Verkehr (VöV) gestern mit. Pro Jahr müssten Bahnkunden demnach für ihre Billette rund vier Prozent mehr bezahlen. Das soll bis 2017 pro Jahr zusätzliche Einnahmen von 300 Millionen Franken bringen. Der VöV will die Kundenbeteiligung deshalb auf 150 Millionen halbieren, wie unsere Zeitung bereits publik gemacht hat. Damit liesse sich die Erhöhung der Preise pro Jahr auf rund drei Prozent beschränken – inklusive jener Tarifrunden, welche die Bahnen selbst für den Angebotsausbau brauchen.

Die Strasse muss laut dem VöV im Gleichschritt mit der Schiene verteuert werden. Als Alternative soll zudem die Mehrwertsteuer erhöht werden. Das Bundesamt für Verkehr relativierte die Erhöhung um bis zu 27 Prozent. Der grösste Teil des vom VöV errechneten Preisanstiegs sei auf die Teuerung und auf die Eigenbedarf der Bahnen zurückzuführen. (red)