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Autofahrer müssen erst ab 75 Jahren zum Arzt

Strassenverkehr Der Nationalrat will Autofahrer erst ab 75 Jahren zur regelmässigen medizinischen Kontrolluntersuchung schicken statt wie heute mit 70 Jahren. Die Mehrheit zeigte sich in der gestrigen Debatte überzeugt, dass die Altersgrenze erhöht werden könne, da die heutige Rentnergeneration generell rüstiger sei. Sie sei in der Lage, sich über ihre Fahrfähigkeit Rechenschaft abzulegen, sagte etwa Fabio Regazzi (CVP/TI). SVP-Sprecher Walter Wobmann (SO) wies hingegen darauf hin, dass in keinem Nachbarland schon ab 70 Jahren Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden. Trotzdem seien Fahrer aus diesen Ländern auf Schweizer Strassen unterwegs, was einer Diskriminierung der einheimischen Bevölkerung gleichkomme. SP und Grüne lehnten die Gesetzesänderung ab. Thomas Hardegger (SP/ZH) sprach von einer «fatalen Fehlüberlegung». Es gehe nicht darum, alle Betagten unter Generalverdacht zu stellen. Vielmehr dienten die Tests dazu, die Fahrfähigkeit zu erhalten. So könnten zum Beispiel eine allfällige Medikation oder die Brillenkorrektur angepasst werden.

Der Bundesrat hatte die Mehrheit unterstützt. Für die ­Regierung braucht es aber flankierende Massnahmen. Fahrern etwa mit 70 Jahren könnte ein Schreiben mit Informationen und Angeboten rund um das Thema Fahreignung zugestellt werden, erklärte Bundesrätin Leuthard.Die Sensibilisierung soll auch dazu führen, dass die Diskussion in den Familien geführt wird. Zudem sollen Senioren ermutigt werden, den Umgang mit neue­ren Assistenzsystemen zu erlernen. Die Vorlage geht nun an den Ständerat. (sda)

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