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Auch das noch: Jetzt erklärt der Bund, wie Sie Ihren Apéro gestalten sollen

Für alle, die schon lange wissen wollten, wie sie Weisswein trinken und gleichzeitig etwas für die Umwelt tun können, hat der Bund ein neues Merkblatt «für genussvolle und umweltfreundliche Verpflegung» veröffentlicht.
«Mindestens 2/3 des Buffets setzt sich aus vegetarischen Produkten zusammen», empfiehlt das Bundesamt für Umwelt. (SplitShire/pexels.com)

«Mindestens 2/3 des Buffets setzt sich aus vegetarischen Produkten zusammen», empfiehlt das Bundesamt für Umwelt. (SplitShire/pexels.com)

Ein Klischee: Wenn es um das Veranstalten von Apéros geht, kennt der Eifer von Beamten keine Grenzen. Da wäre das Beispiel des Berner Stadtpräsidenten Alec von Graffenried, der vor zwei Jahren 3900 Mitarbeitende zu einem 150‘000-fränkigen Apéro einlud und den Anlass zur «Informationsveranstaltung» erklärte, als die Medien davon erfuhren. Oder der Fall der ehemaligen Zürcher Regierungsrätin Rita Fuhrer, die für ihren Abschiedsapéro 950 Beamte für 100‘000 Franken zu einem «Mitarbeiteranlass» ins Albisgüetli einlud.

Die Angestellten des Bundesamtes für Umwelt (Bafu) scheinen das Klischee jetzt endgültig zementieren zu wollen. Diesen Frühling hat die Behörde ein offizielles Merkblatt mit dem unverdächtigen Titel «Nachhaltige Verpflegung» auf ihrer Website publiziert. «Sie planen einen Apéro?», heisst es in der Einleitung. «Dieses Merkblatt gibt praktische Empfehlungen, wie Sie Ihren Anlass umweltfreundlich gestalten können.» Was folgt, ist eine feinsäuberliche Liste mit Empfehlungen, die tief in die Seele der Staatsangestellten blicken lässt.

Gipfeli vom Vormittag für die spätere Pause

Es beginnt mit dem Stichwort «Die Bestellung». Der Bund empfiehlt allen Apéro-Organisatoren: «Mindestens 2/3 des Buffets setzt sich aus vegetarischen Produkten zusammen.» Alles Vegetarische sei an erster Stelle zu platzieren. Bei der Auswahl des Anbieters solle man auf ein «attraktives, vegetarisches Angebot» und Mehrweggeschirr achten. Bei den Getränken bitte «Bio- oder regionalen Wein», beim Essen «Fleisch- und Milchprodukte aus der Schweiz in Bio-Qualität». Sollte es Schokolade geben, dann nur Produkte mit den Labeln Bio, Max Havelaar, UTZ oder Rain Forest. Dasselbe Prozedere beim Kaffee.

Das ist nicht alles: Für Apéro-Teilnehmer, die einen Snack nach Hause nehmen wollen, solle man als Veranstalter Schalen oder Säckchen «aus nachhaltigem Material» zur Verfügung stellen. Ebenfalls wichtig: Was dann noch übrig bleibe, «zum Beispiel Gipfeli oder Früchte vom Vormittag», sei für spätere Pausen bereitzustellen. Das Bafu rät der Bevölkerung, das Merkblatt direkt mit der Offertenanfrage an den Caterer mitzuschicken.

Mit der staatlichen Apéro-Anleitung will das Umweltbundesamt zur Verbreitung «von umwelt- und ressourcenschonenden Produktions- und Konsummustern» beitragen. Die Ernährung sei mit 28 Prozent Anteil an den gesamten Umweltbelastungen ein Bereich, wo es grosses Optimierungspotenzial gebe. «Deshalb erachtet das Bafu die Sensibilisierung der Bevölkerung als wichtige Massnahme zur Schonung der natürlichen Ressourcen», sagt ein Sprecher. Das Merkblatt richte sich an die Öffentlichkeit, werde aber auch «für die Verpflegung bei BAFU-Veranstaltungen verwendet». (LHN)

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