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Au-pair-Mädchen ist tot

Das vermisste Au-pair-Mädchen Lucie ist in einer Wohnung im Aargau tot gefunden worden. Ihr mutmasslicher Mörder, ein vorbestrafter Schweizer, hat sich gestern der Polizei gestellt.
Das 16jährige Au-pair-Mädchen Lucie wurde umgebracht. Die Polizei geht von einem Sexualverbrechen aus. (Bild: ky/Walter Bieri)

Das 16jährige Au-pair-Mädchen Lucie wurde umgebracht. Die Polizei geht von einem Sexualverbrechen aus. (Bild: ky/Walter Bieri)

Baden. Das seit Mittwoch vermisste Au-pair-Mädchen Lucie ist am Sonntag in einer Wohnung im Aargau tot aufgefunden worden. Das 16jährige Au-pair-Mädchen sei einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen, sagte Urs Winzenried, Chef der Kriminalpolizei, an einer Medienkonferenz. Gegen Lucie sei massiv «stumpfe und scharfe Gewalt» ausgeübt worden. Die Polizei geht davon aus, dass das Mädchen in der Wohnung des mutmasslichen Täters getötet wurde.

Die Ermittlungen hatten ergeben, dass die Jugendliche offenbar Interesse an Fotoaufnahmen für eine Schmuckpräsentation und entsprechende Kontakte mit Unbekannten hatte. Laut der Polizei war zunächst offen, ob der Tatverdächtige auf diese Weise versucht hat, mit dem späteren Opfer in Kontakt zu treten. Bei den Ermittlungen steht ein sexuelles Motiv im Vordergrund. Ob Lucie tatsächlich sexuell missbraucht worden sei, werde erst die Obduktion durch das Institut für Rechtsmedizin in Bern zeigen.

Tatverdächtiger ist vorbestraft

Der mutmassliche Täter und Wohnungsinhaber stellte sich gestern in Zürich der Polizei. Dem 25jährigen Schweizer gehört die Wohnung, in der Lucie gefunden wurde. Der gelernte Koch ist bereits wegen Vermögens-, Betäubungsmittel- und Gewaltdelikten vorbestraft. Im Jahr 2003 wurde er wegen versuchter Tötung einer jungen Frau zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden. Diese frühere Tat hatte laut Winzenried einen sexuellen Hintergrund. Seit August 2008 war der Mann wieder auf freiem Fuss. Er ist ledig und seit einigen Wochen arbeitslos, wie Winzenried sagte.

Handy führte zur Toten

Auf die Spur des Täters kam die Polizei aufgrund der Auswertung der Anrufe von Lucies Handy. Der mutmassliche Täter hatte mit diesem Handy einen 18jährigen Bekannten aus der Region Baden angerufen. Dieser sei am Sonntagabend von der Polizei in Nussbaumen angehalten worden, habe aber glaubhaft versichert, dass er Lucie nicht kenne. Hingegen machte er Angaben über einen Kollegen, der sich bei einem Anruf «eigenartig benommen» habe. Aufgrund dieser Aussage kontrollierte die Polizei die Wohnung des 25-Jährigen. Dieser war nicht zu Hause. Im Badezimmer fand die Polizei am Sonntagabend die Leiche des Au-pair-Mädchens. Die Wohnung liegt in Rieden, einem Dorfteil von Obersiggenthal.

Suche mit Flugblättern

Lucie war seit Mittwochabend in Pfäffikon SZ vermisst worden, wo sie als Au-pair gelebt hatte. Eltern und Freunde hatten mit Flugblättern nach ihr gesucht. Die junge Frau stammte aus dem Kanton Freiburg. (sda/ap)

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