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Arbeitgeber wollen gestaffelte Rentenreform

Altersvorsorge Der Bundesrat will noch diesen Monat die Eckwerte der AHV-Reform bekanntgeben. Geht es nach dem Schweizerische Arbeitgeberverband (SAV), sollen AHV und BVG möglichst rasch, aber voneinander getrennt reformiert werden. Für mehrheitsfähig hält Verbandspräsident Valentin Vogt die Erhöhung des Frauenrentenalters auf 65 Jahre sowie eine Erhöhung der Mehrwertsteuer um 0,6 Prozentpunkte, wie er gestern vor den Medien ausführte. In Kraft treten soll das höhere Rentenalter 2021. Auf 2022 soll die BVG-Vorlage in Kraft treten – «mit einer substanziellen Senkung des Mindestumwandlungssatzes». Die Senkung soll mit einer angemessenen Kompensation verbunden sein.

Konkreter wollte Vogt dazu nicht werden. Man werde mit Sozialpartnern hinter verschlossenen Türen diskutieren. Dem Verband ist bewusst, dass die Vorschläge nicht nachhaltig sind. «Wollen wir die Altersvorsorge nachhaltig sichern, kommen wir ab Mitte der 2020er-Jahre nicht umhin, das Rentenalter in einer zweiten Reformetappe schrittweise zu erhöhen», so Vogt. Wichtig sei, das «Mühlrad des Reformprozesses» anzustossen.

Kritik von den Gewerkschaften

Nach Ansicht des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) verschärfen die Vorschläge des SAV die Probleme in der Altersvorsorge. Es brauche umfassende Massnahmen zur Sicherung der Renten. Laut SGB müssen die Rentenverluste kompensiert werden. Es brauche einen Ausgleich für die stark steigenden Gesundheitskosten. In der 2. Säule dürften keine Gewinne auf Kosten der Versicherten gemacht werden und beim Rentenalter müsse der Status quo gelten.

Der Dachverband der Arbeitnehmenden, Travail Suisse, bezeichnet den Vorschlag des SAV, die Altersvorsorge mit Leistungskürzungen sanieren zu können, als «Irrweg». Nur weil die Leute länger lebten und grosse Generationen ins Rentenalter kämen, bräuchten sie nicht weniger zum Leben. (sda)

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