An’Nur-Moschee in Winterthur ist am Ende

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Religion Lichterlöschen beim Kulturverein An’Nur, der die gleichnamige Moschee in Winterthur betreibt: Nach dem Fastenmonat Ramadan im Juni wird der Verein aufgelöst. Atef Sahnoun vom An’Nur-Verein bestätigte im «Sonntags-Blick» den Schritt. Es habe keinen Sinn mehr, wird er zitiert. Die Moschee war in der Vergangenheit wiederholt in die Schlagzeilen geraten. Zuletzt im Februar nach der Festnahme von zehn Personen wegen eines Angriffs auf zwei Glaubensbrüder, die interne Informationen an einen Journalisten weitergegeben haben sollen.

Spendenaktion brachte keine Rettung

Die Schliessung der umstrittenen Moschee war bereits per Ende 2016 in Aussicht gestellt worden, nachdem sich die Vermieterin geweigert hatte, den langjährigen Mietvertrag zu erneuern. Sahnoun machte damals die Medien verantwortlich: «Die reisserische Berichterstattung ist schuld daran, dass unser Mietvertrag nicht verlängert wurde.» Ende November tauchten auf Litfasssäulen in Winterthur Plakate mit dem Titel «Moscheerettung» auf. Mit Spenden sollte die Moschee für Gläubige gerettet werden. Anfang 2017 schliesslich einigten sich der Kulturverein An’Nur und die Vermieterin vor der Schlichtungsbehörde auf eine letzte Erstreckung des Mietverhältnisses. Laut Sahnoun haben die Leute Angst, dem Verein Quartier zu bieten.

Polizei verhaftet Imam bei einer Razzia

Die Moschee sorgte auch im Zusammenhang mit Dschihad-Reisenden für Schlagzeilen. Mehrere Jugendliche waren nach Syrien gereist und hatten sich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen. Alle sollen in der An’Nur-Moschee radikalisiert worden sein. Am 2. November 2016 führte die Polizei eine Razzia durch und verhaftete vier Personen, darunter einen äthiopischen Imam. Dieser soll in seiner Predigt zur Tötung jener Muslime aufgerufen haben, die sich nicht an die Gebetszeiten halten. Der Dachverband der Islamischen Organisationen in Zürich (VIOZ), der fast alle Moscheen im Kanton vertritt, suspendierte den An’Nur-Verein in der Folge. (sda)

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