Anklage gegen Hermann Lei?

Vor rund zwei Monaten musste schon einmal ein SVP-Politiker im Zusammenhang mit dem Fall Hildebrand eine Hausdurchsuchung über sich ergehen lassen. Am 13. Januar dieses Jahres erhielt der Thurgauer SVP-Kantonsrat Hermann Lei Besuch von der Zürcher Staatsanwaltschaft.

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Vor rund zwei Monaten musste schon einmal ein SVP-Politiker im Zusammenhang mit dem Fall Hildebrand eine Hausdurchsuchung über sich ergehen lassen. Am 13. Januar dieses Jahres erhielt der Thurgauer SVP-Kantonsrat Hermann Lei Besuch von der Zürcher Staatsanwaltschaft.

Die Strafverfahren gegen Lei, der Bankdaten von Philipp Hildebrand an Christoph Blocher und die «Weltwoche» weitergab, sind noch im Gang. Es wird erwartet, dass die Zürcher Staatsanwaltschaft Ende März, Anfang April entscheidet, ob sie Anklage erhebt. Lei wird einerseits Widerhandlung gegen das Bankengesetz zur Last gelegt, und andererseits soll er sein Berufsgeheimnis als Anwalt verletzt haben. Für Hermann Lei hatten die juristischen Verfahren bereits erste Konsequenzen. So musste der SVP-Kantonsrat aus der grossrätlichen Justizkommission zurücktreten. Und er bekam Post vom Thurgauer Anwaltsverband, der ihn für sein öffentliches Auftreten rügte – vorläufig. Sollte Lei angeklagt werden, drohen ihm weitergehende berufliche Konsequenzen.

Ebenfalls noch hängig ist das Verfahren gegen den ehemaligen IT-Mitarbeiter, der die Bankdaten lieferte. Er befindet sich mittlerweile nicht mehr in einer psychiatrischen Klinik und ist auf Stellensuche. (ck)

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