AHV
Angriff auf die AHV: Der Bund will Milliarden sparen

Der Bund will seine Beiträge an die AHV massiv kürzen. Er prüft zu diesem Zweck seine Beiträge an die Entwicklung der Mehrwertsteuer-Einnahmen zu koppeln. So müsste er deutlich weniger an die AHV bezahlen. Linke Politiker sind empört.

Drucken
Teilen
Rentnerpaar sitzt am Ufer des Sees auf dem Gotthardpass.

Rentnerpaar sitzt am Ufer des Sees auf dem Gotthardpass.

Keystone

Im vergangenen Jahr zahlte der Bund rund 7,6 Milliarden Franken an die AHV. Bis 2030 dürfte der Betrag auf 11,7 Milliarden anwachsen. Jetzt will der Bund auf die Sparbremse treten. Laut «Schweiz am Sonntag» wird die Koppelung an die Entwicklung der Mehrwertsteuer-Einnahmen geprüft. Ein Grund: Die Einnahmen der Mehrwertsteuer wachsen nur halb so schnell wie die Ausgaben der AHV.

Das heisst: Der Bundesbeitrag an die AHV dürfte klar tiefer ausfallen. Statt den genannten 11,7 Milliarden müsste der Bund im Jahr 2030 dann nur 9,7 Milliarden an die AHV zahlen. Die Folge: Der AHV droht ein zusätzliches Milliardenloch, das über andere Einnahmenquellen gestopft werden müsste.

«Werden diese Versuche bekämpfen»

Vor allem linke Politiker laufen gegen diese Idee bereits jetzt Sturm. «Wir werden alle Versuche bekämpfen, die zum Ziel haben, den Bundesbeitrag bei der AHV zu senken», sagt Paul Rechsteiner, SP-Ständerat und Präsident des Gewerkschaftsbundes (SGB), gegenüber der «Schweiz am Sonntag».

Frank Marty, Leiter Finanzen und Steuern beim Wirtschaftsverband Economiesuisse, zeigt hingegen Verständnis: Es sei problematisch, wenn die Ausgaben der AHV überproportional stark wachsen würden, «diese Mehrausgaben müssen anderswo kompensiert werden». (rsn)

Aktuelle Nachrichten