Ruag-Affäre

Angeblich weitere Datenlecks beim Bund

Die Hacker-Angriffe auf den Rüstungsbetrieb Ruag und den Bund sind möglicherweise weit dramatischer als bisher bekannt. Wie die „Schweiz am Sonntag“ berichtet, sollen auch im Finanzdepartement Daten abgesaugt worden sein.

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Der Rüstungsbetrieb Ruag wurde das Opfer eines Hacker-Angriffs. (Symbolbild)

Der Rüstungsbetrieb Ruag wurde das Opfer eines Hacker-Angriffs. (Symbolbild)

KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI

Das jedenfalls besagten Gerüchte, die derzeit in der Bundesverwaltung die Runde machen. Das Bundesamt für Informatik (BIT) wollte „angesichts der laufendenden Untersuchung“ durch die Bundesanwaltschaft keine Stellung dazu nehmen. Auch Ständerat Alex Kuprecht, Präsident der parlamentarischen Geschäftsprüfungsdelegation, wollte sich zum angeblichen Leck nicht äussern.

Von der Hacker-Attacke auf den Rüstungsbetrieb Ruag sind gemäss Insidern auch Hunderte von Auslandagenten des Nachrichtendienstes (NDB) betroffen. Laut VBS besteht aber «derzeit» keine Gefährung für NDB-Mitarbeiter.

Laut der Zeitung haben diverse Bundesbehörden den Kampf gegen Cyber-Crime in den letzten Jahren verschlafen. So habe es das Verteidigungsdepartement bisher verpasst, das vom Bundesrat schon 2010 bestellte Informationssicherheitsgesetz (ISG) vorzulegen.

Auch Bundesanwalt Michael Lauber wird kritisiert: Er habe dem Kampf gegen Cyber-Crime keine Priorität eingeräumt. Längst bewilligte Stellen zur Bekämpfung von Phishing seien seit Jahren unbesetzt.