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Kommentar

Ambulant vs. Stationär: Eine gesalzene Rechnung

Mit ambulanten Behandlungen könnte bis zu 1 Milliarde Franken an Spitälern gespart werden. Nur: Wieso passiert es denn nicht?
Anna Wanner

Ambulante Eingriffe haben fast ausnahmslos Vorteile. Patienten können am selben Tag wieder nach Hause und müssen nicht im Spital liegen bleiben. Zudem ist ein ambulanter Eingriff teilweise um ein Mehrfaches günstiger – bis zu 1 Milliarde Franken könnten an Spitälern gespart werden. Nur: Wieso passiert es denn nicht?

In der Schweiz verläuft der Prozess schleppend – und benötigt gar eine staatliche Anordnung. Das hat mit falschen Anreizen zu tun. Die Spitäler haben zuletzt massiv in ihre stationäre Infrastruktur investiert, weil sie mit Privatversicherten ihr Geld verdienen: Die Einnahmen steigern sich für denselben Eingriff um ein Mehrfaches.

Hingegen lässt sich bei ambulanten Behandlungen kaum kostendeckend arbeiten, wie die Spitäler monieren. Sie legen drauf. Bloss zahlt die Allgemeinheit die Zeche, wenn Spitäler weiterhin auf die teureren, stationären Behandlungen setzen.

Während die Spitäler verlieren, gewinnen die Kantone: Je weniger stationär geleistet wird, desto weniger zahlen sie. An mehrtägigen Spitalaufenthalten finanzieren sie den Grossteil, an ambulanten Behandlungen beteiligen sie sich gar nicht. Die Prämienzahler müssen diese zu hundert Prozent berappen.

So ziehen sich die Kantone aus der Finanzierung von Gesundheitsleistungen zurück. Diese gewollte Entwicklung muss über eine gerechtere Finanzierung aufgefangen werden: Sonst zahlt der Prämienzahler am Ende die gesalzene Rechnung.

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