Rupperswil-Prozess

«Alles steht und fällt mit den Plädoyers der Staatsanwältin und der Verteidigung»

Der erste Prozesstag zum Vierfachmord in Rupperswil ist vorbei. Besteht beim angeklagten Thomas N. eine Rückfallgefahr? Und was ist vom zweiten Prozesstag am Mittwoch zu erwarten? Darüber diskutieren im «TalkTäglich» der ehemalige Kriminalkomissar Markus Melzl, «Seetal Selection»-Mediensprecher Roland Wenger und Thomas Knecht, Leitender Arzt Forensische Psychiatrie.

Drucken
Teilen

Schon vor dem Prozess sagte Roland Wenger, Mediensprecher der «Seetal Selection», dass er auf eine lebenslange Verwahrung seines ehemaligen Fussballkollege Thomas N. hofft. In der «TeleM1»-Sendung «TalkTäglich» erklärt er nochmals: «Wenn jemand vier Menschen umbringt, hat er auf den Strassen dieser Welt nichts mehr zu suchen.» Und er fragt rhetorisch: «Wenn nicht er, wer dann?»

Verfolgen Sie hier den Prozess im Live-Ticker.

Eine Verwahrung ist nur dann möglich, wenn beide Gutachter übereinstimmend eine dauerhafte Untherapierbarkeit voraussagen. Im Falle von Thomas N. sehen die Gutachter aber eine Chance auf eine Therapierbarkeit. Thomas Knecht, Leitender Arzt Forensische Psychiatrie, sagt dazu: «Es gibt auch die Möglichkeit, die Therapie immer wieder zu verlängern oder umzuwandeln in eine konventionelle Strafe. Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.»

Vor Gericht sagte Thomas N. am Dienstag aus, er sei kein Wiederholungstäter – obwohl er in einem Notizbuch elf Namen von weiteren potenziellen Opfern notiert hatte. Der ehemalige Kriminalkomissar Markus Melzl nimmt Thomas N. diese Aussage nicht ab: «Das ist sehr unglaubwürdig.»

Vom zweiten Prozesstag am Dienstag erwartet er keine grossen Überraschungen mehr. «Der Täter ist geständig, auch wenn er gewisse Sachen beschönigt. Alles steht und fällt mit den Plädoyers der Staatsanwältin und der Verteidigung.»

Die ganze Sendung sehen Sie hier: