Alles nur Zufall?

Es ist eine rabenschwarze Serie: Zum fünften Mal in seiner Karriere als Luftwaffenchef muss Aldo C. Schellenberg an die Öffentlichkeit treten, um einen folgenschweren Unfall bekanntzugeben.

Eva Novak
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Es ist eine rabenschwarze Serie: Zum fünften Mal in seiner Karriere als Luftwaffenchef muss Aldo C. Schellenberg an die Öffentlichkeit treten, um einen folgenschweren Unfall bekanntzugeben. Wieder sind zwei Menschen gestorben, nachdem kaum ein Monat zuvor der Pilot eines F/A-18-Kampfjets sein Leben hatte lassen müssen. Und die Schweizer Luftwaffe verliert nach vier Kampfjets auch noch einen Helikopter.

Gewiss, Absturzserien hat es schon früher gegeben. Doch gemessen an der Grösse der gesamten Flotte wirkt die Häufung rekordverdächtig. Ausgerechnet jener Bereich der Armee, der bis vor kurzem noch als der am besten funktionierende galt, erweist sich als besonders anfällig. Alles nur Zufall? Hat sich an der Sicherheitskultur der Luftwaffe etwas geändert?

Darüber kann man nur spekulieren. Was hingegen sicher ist: Die Schweizer Piloten fliegen zunehmend im Gegenwind. Das Volk hat ihnen neue Kampfjets verwehrt. Die Armeeführung hat eine Reform aufgegleist, welche die Luftwaffe hinunterstuft, und die Politik hat sie abgesegnet. Die Wirren um das Bodluv-Projekt wirken auch nicht gerade vertrauensfördernd. Dass sich die Zwischenfälle in einem so feindlichen Umfeld häufen, kann kein Zufall sein.