53 Prozent mehr Asylgesuche

2008 sind in der Schweiz 16 606 Asylgesuche eingereicht worden. Das sind 53,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Gesamtbestand der Personen im Asylprozess – 40 794 Personen – hat sich um 0,7 Prozent zurückgebildet.

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2008 sind in der Schweiz 16 606 Asylgesuche eingereicht worden. Das sind 53,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Gesamtbestand der Personen im Asylprozess – 40 794 Personen – hat sich um 0,7 Prozent zurückgebildet. Im letzten Jahr wurden 11 062 Asylgesuche erstinstanzlich erledigt, 9,9 Prozent mehr als 2007. 2261 Personen erhielten Asyl. Die Anerkennungsquote lag bei 23 Prozent.

Wie im Vorjahr stellten Eritreer am meisten Asylgesuche (2849). Die Zunahme betrug 71,5 Prozent. Auch die Anträge aus Somalia nahmen um das Viereinhalbfache auf 2014 zu. Hauptgrund für diesen Anstieg ist laut BFM eine Verlagerung der von Migranten benützten Routen nach Europa. Die Zahl der Personen, welche von Libyen aus das Mittelmeer in Richtung der italienischen Insel Lampedusa und nach Sizilien überqueren, hat sich auf rund 33 000 verdoppelt. Weder den italienischen Behörden noch der EU-Grenzschutzagentur Frontex gelang es laut BFM, den Zustrom via Lampedusa zu unterbinden. Ein Teil dieser Einwanderer bleibt in Italien. Viele wandern weiter, auch in die Schweiz. Wie in den beiden Jahren zuvor war der Irak mit 1440 Gesuchen an dritter Stelle der Statistik. (sda)

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