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Mehr als 40 SBB-Passagiere werden in Arth Goldau gebeten auszusteigen – erst dann fährt der Zug weiter

Am Samstag waren einige Züge gegen Süden überlastet. Es waren zu viele Passagiere an Bord, so dass das Personal zum Verlassen des Zuges aufforderte.
Züge, die durch den Gotthardbasistunnel fahren, müssen Sicherheitsbestimmungen einhalten. (Bild: Keystone)

Züge, die durch den Gotthardbasistunnel fahren, müssen Sicherheitsbestimmungen einhalten. (Bild: Keystone)

(ldu/zfo) Wer am regnerischen Samstag mit dem öffentlichen Verkehr in den Süden reisen wollte, der musste eventuell umdisponieren – oder zumindest mehr Zeit einberechnen. Die Züge ins Tessin waren überlastet. Die Passagiere standen schon im Mittelgang. In Arth-Goldau kam die Durchsage, dass der Zug erst weiter fahre, wenn 30 bis 40 Leute aussteigen, wie eine Passagierin gegenüber «20 Minuten» berichtet. Die SBB-Mitarbeitenden boten als Alternative einen Zug an, der eine Stunde später in Lugano ankommen sollte. Dieses Prozedere wiederholte sich eine Stunde später erneut. Die Sicherheit wurde als Grund angegeben.

Eine Luzernerin, die sich am Sonntag bei unserer Zeitung meldete, berichtete, dass sie mit rund 50 weiteren Reisenden die Odyssee miterlebt habe. In Arth Goldau wurde sie aufgefordert in einen anderen Zug einzusteigen, der sich als «Bummler» herausstellte. Zudem seien die Passagiere weder per Durchsage noch auf eine andere Weise vom Bahnpersonal informiert worden. In Airolo hätten sie 40 Minuten auf einen Anschlusszug warten müssen. «Um exakt 12.50 Uhr trafen wir in Lugano ein. Vorgesehen wäre die Ankunft für 10.30 Uhr. Wir trafen also 140 Minuten später ein, ohne Entschuldigung, ohne irgendeine Information. Die Kommunikation war absolut unter jedem Niveau», so die Bahn-Kundin.

Dass so viele Passagiere aussteigen mussten, begründet die SBB mit Sicherheitsbestimmungen für den Gotthardtunnel. «Wir riskieren keine Menschenleben. Unser Zugpersonal ist verpflichtet, jederzeit alle Durchgänge und Notausgänge freizuhalten. Das ist nur bis zu einer Belegung von 140 Prozent möglich», sagt Mediensprecher Daniele Pallecchi gegenüber «20 Minuten».

Am Wochenende stünde jeder verfügbare Zug im Einsatz. Zudem könnten nicht unendlich viele Entlastungszüge eingesetzt werden. Und länger als 400 Meter könne kein Zug sein.

Viele Leute waren demnach auch am Samstagabend zurück Richtung Norden unterwegs. Auch auf der Heimreise der Luzernerin seien erneut viele Passiere im Gang gestanden und hätten die Ausgänge gesperrt. «Das ist und war ein absolutes Sicherheitsrisiko», so die Frau.

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