11 Prozent mehr Asylgesuche, 170 Prozent mehr aus Eritrea

Die Zahl der Asylgesuche in der Schweiz ist im letzten Jahr gegenüber 2013 um 11 Prozent gestiegen. Die Behörden erhielten 23'765 Gesuche. Die meisten Antragsteller stammten aus Eritrea: Die Gesuche aus dem afrikanischen Land stiegen um 170 Prozent.

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Asylsuchende aus Eritrea warten vor der Zivilschutzanlage von Lumino TI auf Instruktionen. (Bild: Keystone/Archiv)

Asylsuchende aus Eritrea warten vor der Zivilschutzanlage von Lumino TI auf Instruktionen. (Bild: Keystone/Archiv)

In Europa sei die Zahl der registrierten Asylgesuche um 35 Prozent auf 600'000 gestiegen, teilte das Staatssekretariat für Migration (SEM) am Donnerstag mit. Es begründet diese Entwicklung mit den zahlreichen Krisen- und Konfliktherden um das Mittelmeer und auf dem afrikanischen Kontinent. In der Folge seien wieder mehr Menschen auf dem Seeweg nach Italien gelangt.

Wichtigstes Herkunftsland Asylsuchender in der Schweiz war im vergangenen Jahr Eritrea. 6923 Personen aus dem afrikanischen Land reichten ein Gesuch ein, 4360 mehr als im Vorjahr (+170 Prozent). An zweiter Stelle der Herkunftsländer lag Syrien (3819, +101 Prozent), gefolgt von Sri Lanka (1277, +87 Prozent).

Die Behörden erledigten 26'715 Asylgesuche in erster Instanz, 2749 mehr als 2013. 6199 Personen erhielten in der Schweiz Asyl, der Status wurde somit doppelt so oft verliehen wie im Vorjahr. Insgesamt lag die Anerkennungsquote bei 26 Prozent, wie das BFM weiter bekannt gab. (sda)