Zur Abwechslung mal Mönchsbart

Küchenlatein

Urs Bader
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Der Winter und Frühling beschert uns ein wunderbares Gemüse, das in hiesigen Breitengraden lange vor allem nur in der italienischen Küche zubereitet wurde, nun aber auch bei uns immer populärer wird: «Barba di frate», Mönchsbart. Botanisch ist es ein Salzkraut, wächst auf meernahen, salzigen Wiesen, wird mittlerweile aber auch angebaut. Es ähnelt von der Form her dem Schnittlauch und hat einen krautig-erdigen, ganz leicht salzigen Geschmack.

Man kann den Mönchsbart roh oder gekocht essen; Olivenöl passt sehr gut zu ihm. Ich mische ihn oft unter die Spaghetti, gebe einen Spritzer Zitronensaft dazu oder etwas abgeriebene Schale, als Gegenakzent zum erdigen Geschmack. Als Gemüse zubereitet dienen dafür ein paar Tropfen Aceto balsamico. Grossartig.

Urs Bader