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«Zum Gupf», Rehetobel: Von diesem Fleisch träumt man noch lang

Obwohl das Wetter noch nicht so recht will, empfängt auf dem Gupf ob Rehetobel schon eine schöne Blumenwiese die Gäste. Autos aus nah und fern zeugen vom Ruf, den Walter Klose mit seinem Team sich hier erkocht hat, siebzehn Gault-Millau-Punkte schrauben die Erwartungen hoch.
"Zu Tisch" Picto

"Zu Tisch" Picto

Obwohl das Wetter noch nicht so recht will, empfängt auf dem Gupf ob Rehetobel schon eine schöne Blumenwiese die Gäste. Autos aus nah und fern zeugen vom Ruf, den Walter Klose mit seinem Team sich hier erkocht hat, siebzehn Gault-Millau-Punkte schrauben die Erwartungen hoch. Mal schauen, ob das Haus ihnen zu genügen vermag.

Gastlich in jeder Hinsicht

Dessen Inneres ist wunderschön. Alles aus natürlich-rohem Holz, raffiniert ausgeleuchtet und mit Bauernkunst liebevoll dekoriert. Auf drei Stuben verteilen sich die Gäste, der Service ist sehr aufmerksam. Und wenn am Ende dann Walter Klose selbst sich erkundigt, ob es geschmeckt hat, bekommt man den Eindruck, dass er es wirklich wissen will.

Im Untergrund schliesslich befindet sich der Weinkeller, den Sommelier Stefan Schachner gerne zeigt. An die 30 000 Flaschen aller Grössenordnungen warten auf die trinkfreudige Kundschaft, 2850 Positionen verzeichnet die Weinkarte, schwer und dick wie eine Bibel.

Der Schatz vor der Haustür

Zwar finden sich auf der Karte auch Wolfsbarsch (48.-), Steinbutt (54.-) sowie ein viergängiges Überraschungsmenu vom Fisch und von Krustentieren (118.-). Doch die wichtigste Quelle des Meisterkochs Walter Klose liegt gleich vor der Haustür. Der freundlich nach Mist riechende Hof liefert nämlich jenes Fleisch, an dem wir uns an diesem Abend über alle Massen erfreuen werden.

Ob als Gupf-Schweinekotelett mit Speck, Rosmarin und Knoblauch (44.-), ob als Kalbsfilet (58.-), ob als Rinderfilet mit gebackenem Ochsenschwanz (62.-) – im Mund des Fleischliebhabers läuft hier rasch das Wasser zusammen.

Und kulinarisch durchaus belastbaren Liebhabern des grossen Ganzen fällt die Entscheidung leicht: Das fünfgängige Gourmetmenu (zu 129.-) samt einem dazwischengeschobenen Überraschungsgang (macht dann zusammen 161.-) vereinigt das Beste aus Kloses Küche. Stefan Schachner empfiehlt uns zwei dazu passende Tropfen aus Südtirol: Zunächst den frischen Tannhammer 2006 aus dem Weingut Lageder (11.- der Deziliter), dann den Freienfled 2003 aus der Kellerei Kurtatsch (13.- pro Deziliter).

Vor allem eines: Zart

Wir starten mit sehr zartem Rindstatar an einem kleinen Salat auf der einen, Mousse von grünem Spargel und Scampi auf der andern Seite des Tisches. Als zweites wird uns ein Stück Seeteufel mit Pastaperlen und reichlich Morcheln serviert, dann die Überraschung: traumhafte Entenleber mit Kaninchenfilet im Strudelteig. Schliesslich die beiden Höhepunkte: ein erster kleiner Hauptgang – zartestes Kalbsfilet und Kalbsbäggli –, dem ein pikanter zweiter mit Lammcarré unter einer Senf-Kräuterkruste folgt. Bis zum Dessert – Rhabarberschaum, Rhabarbermousse und Rhabarbertörtchen – brauchen auch wir jetzt eine kleine Pause.

Unser Eindruck: Durchaus zu Recht vermag sich das Gasthaus zum Gupf seit langem in der Spitzengruppe der Ostschweizer Gastronomie zu halten. Auch wenn er nicht billig ist: Walter Klose ist sein Geld wert.

Rolf App

Gasthaus zum Gupf, Rehetobel Walter Klose. Tel. 071 877 11 10, info@gupf.ch, www.gupf.ch Öffnungszeiten: Montag/Dienstag geschlossen Karte: Hauptgerichte 44.- bis 68.-

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