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Zum Glück ohne Gicht

Warum?
Siegfried Keller

Warum heisst diese Wespe Gichtwespe? An der Gicht leidet sie nicht, so viel sei verraten. Am ehesten begegnet man diesen eigenartig geformten Wespen an Scheiterhaufen, die an besonnten Waldrändern lagern. Dort schweben die Weibchen dicht am Holz vor­über auf der Suche nach Brutröhren von Wildbienen. Bei einer offenen Röhre landen sie und prüfen sie eingehend mit den Fühlern. Bei Eignung schlüpft die Wespe rückwärts in die Höhle. Dort legt sie ein Ei. Ist der rechtmässige Besitzer der Brutröhre zufällig anwesend, so scheut die Gichtwespe nicht davor zurück, die Wildbiene aus der Höhle zu zerren.

Auf den Inhalt der Brutröhren von Wildbienen haben es die häufigsten einheimischen Gichtwespenarten abgesehen, denn dies ist die Nahrung für ihre Larven. Diese fressen nicht nur den Wildbienennachwuchs, sondern den ganzen Inhalt einer oder mehrerer Brutzellen.

Doch woher nur ihr Name? Die ausgewachsenen, sechs bis zwölf Millimeter langen vegetarischen Wespen sind schwarz, sehr schmal und langgestreckt. Die Beine, besonders die Hinterbeine, sind auffallend lang und einzelne Beinglieder sind verdickt. Zudem sitzt der Kopf an einem halsartigen Brustfortsatz. Diese körperlichen Besonderheiten der Wespe erinnern an gichtkranke Menschen.

Siegfried Keller

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