Zum Fressen gern

Sonntagmorgen, man liegt gemütlich im Bett, und plötzlich zieht aus der Küche der köstliche Duft von gebratenem Speck die Treppe hinauf. Ein Geruch, der selbst miesepetrige Morgenmuffel aus den Federn und an den Frühstückstisch lockt.

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Sonntagmorgen, man liegt gemütlich im Bett, und plötzlich zieht aus der Küche der köstliche Duft von gebratenem Speck die Treppe hinauf. Ein Geruch, der selbst miesepetrige Morgenmuffel aus den Federn und an den Frühstückstisch lockt. Ein Aroma, das viel häufiger verwendet werden sollte, finden eingefleischte Fans. Zum Beispiel bei Minzpastillen. Obwohl deren neutralisierende Wirkung wahrscheinlich völlig verloren geht, wenn sie nach fettigem Schweinefleisch schmecken. Dasselbe bei der Zahnpasta. Aber wer sich seine Beisserchen mit einer Speck-Zahnpaste putzt, hat danach wahrscheinlich noch immer das Bedürfnis nach dem typischen Reinheitsgefühl, welches nach einer herkömmlichen Mundpflege vorherrscht. Muss denn wirklich alles wie Speck schmecken, nur weil man seine Spiegeleier gerne mit zwei, drei Streifen gebratenem Schweinefleisch verspeist? Es scheint so: Manche Menschen wollen sogar selbst danach riechen. Die Sorte Mensch, die sich das Speck-Duschgel kauft. Das mag bei Hunden gut ankommen, die Vierbeiner finden einen dann wohl zum Anbeissen. Aber ob das positiv ist? Das menschliche Umfeld wird wahrscheinlich eher irritiert reagieren. Wer kann sich schon konzentrieren, wenn das Gegenüber derart nach Speck duftet? Anfangs merkt man womöglich nicht einmal, woher der Geruch kommt, sieht sich verwirrt nach der Quelle um. Wenn sich dann das Rätsel lüftet, erntet der «Speckige» bestimmt ein paar Lacher. Trotzdem sollte man sich vielleicht vorher überlegen, was genau man mit seiner Duftmarke denn eigentlich erreichen will. (vep)

Unter www.coolstuff.de kann man sich alle nach Speck riechenden Produkte bestellen. So kostet das Duschgel etwa 9.65 Franken.

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