Zu heiss fürs Smartphone

Digital

Georg H. Przikling
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Computer werden häufig stiefmütterlich behandelt und dort platziert, wo sie möglichst wenig stören. Das rächt sich, denn EDV-Systeme produzieren eine Menge Abwärme. Befindet sich der Rechner in einem schlecht belüfteten Raum, können im Sommer die Geräte-temperaturen schnell in bedrohliche Bereiche ansteigen, wie Lars Müller, Datenrettungs- spezialist bei DataRecovery erklärt. Das hat negative Auswirkungen auf sämtliche Komponenten. Neben dem Prozessor besitzen auch Grafikkarten, Hauptplatinen, Netzteile und Festplatten Toleranzbereiche, die nicht überschritten werden dürfen. Eine zu hohe thermische Belastung kann etwa bei Festplatten zu deren Beschädigung oder dem Komplettausfall führen. Um Hitzeschäden zu vermeiden, rät der Experte, stets auf ausreichende Kühlung und Belüftung zu achten.

Notebook und Smartphone sind auch ständige Begleiter in Badis und Strassen-Cafés. Auch hier rät Datenretter Müller, die teure Technik nicht zu lange der Sonnenstrahlung auszusetzen. Wenn bereits Ausfallerscheinungen auftreten, empfiehlt er, Notebook und Smartphone unverzüglich auszuschalten und in den Schatten zu legen, damit sie abkühlen. Die Massnahme empfiehlt Müller übrigens auch, falls das Gerät langsamer als gewohnt auf Eingaben reagiert oder zum Beispiel die Festplatte ungewöhnlich lange braucht, um Dateien zu öffnen. Beides sind Indizien für eine Überhitzung des Gerätes.

Georg H. Przikling