Wir haben 1,7 Probleme in der Schweiz

Vor kurzem verkündete ein Online-Newsportal, dass Herr und Frau Schweizer im Durchschnitt 1,7 Probleme hätten. Dies sei das Ergebnis der internationalen Studie «Challenges of Nations 2015». Basis für diese Umfrage waren über 25 000 Einzelinterviews in 22 verschiedenen Ländern.

Anna Dieckmann
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Yellow line notepad with pen on top isolated on a white background. (Bild: Anna Dieckmann)

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Vor kurzem verkündete ein Online-Newsportal, dass Herr und Frau Schweizer im Durchschnitt 1,7 Probleme hätten. Dies sei das Ergebnis der internationalen Studie «Challenges of Nations 2015». Basis für diese Umfrage waren über 25 000 Einzelinterviews in 22 verschiedenen Ländern. Im Vergleich schneidet die Schweiz im Sorgenbarometer gut ab. Die Deutschen haben im Durchschnitt eine Sorge mehr als die Schweizer und der weltweite Sorgendurchschnitt liegt bei 2,2. Laut der Studie sorgen sich die Menschen weltweit über die steigenden Preise und die nachlassende Kaufkraft. Anders verhält es sich bei uns in der Schweiz. Hier ist fast ein Drittel der Bevölkerung bezüglich Immigration und fehlender Integration beunruhigt. Auch die starke Aufwertung des Frankens macht uns Mühe. Die Sorge um die wirtschaftliche Stabilität der Schweiz haben sich fast verdoppelt. Im Gegensatz dazu hat die Sorge um das Gesundheitswesen verloren. So sind nur noch sieben Prozent der Bevölkerung hierbei beunruhigt, vier Prozent weniger als 2014. Der Schnitt von 1,7 Sorgen zeigt jedoch, dass wir grundsätzlich ein zufriedenes Volk sind. Unterboten werden wir unter anderem von Schweden. Mit exakt einem Problem sind die Schweden die sorgenfreisten Menschen auf der Welt. Schön für die Schweden. So richtig viel anfangen lässt sich mit einem Sorgenbarometer aber nicht, denn wie Glenn Turner dies so treffend formuliert: «Sich Sorgen zu machen, ist wie im Schaukelstuhl zu sitzen. Es beschäftigt einen, bringt einen aber nirgendwo hin.»