Wir besitzen rund 23000 Gene

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Der Mensch besitzt rund 23 000 Gene. Sie speichern die Infor­mation für den Bau der Proteine. Kommt es zu Mutationen in den Genen, Veränderungen der DNA, kann das zu fehlerhaften Prote­inen und damit zu Erkrankungen führen.

Das Exom bezeichnet die Abschnitte des Genoms, die Prote­ine codieren – es macht etwa ein Prozent unseres Genoms aus und beinhaltet fast alle krankheitsauslösenden Mutationen.

In Europa sind Patientenda­ten aus Genanalysen streng geschützt: Jeder hat ein Recht auf genetische Privatsphäre. Das galt bislang auch für Amerika. Dort wurde allerdings gerade ein Gesetzesentwurf eingebracht, mit dem Unternehmer über einen Umweg an die sensiblen Daten ihrer Arbeitnehmer gelangen könnten: Beteiligt sich ein Arbeitnehmer nicht an Wellnessprogrammen und Gentests der Firma, kann er mit deutlich höheren Krankenversicherungsbeiträgen bestraft werden. Die Europäische Gesellschaft für Humangenetik forderte in einer aktuellen Stellungnahme, dass Gentests freiwillig erfolgen und Informationen über mögliche Erkrankungen Privatsphäre bleiben müssen. (JI)

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