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WINTERSCHLÄFRIGKEIT: Mehr Licht!

Bären haben es gut: Sie können die trüben Monate verschlafen. Wir Menschen sollen genauso fit sein wie im Sommer. Wie das geht – und wie es Kinder schaffen, die weiter im Norden leben.
Bettina Kugler
Im Winter fühlst Du Dich oft müde und hängst ein wenig ab – das liegt daran, dass es spät hell und früh dunkel wird. Draussen spielen muntert aber auf. (Bild: Getty)

Im Winter fühlst Du Dich oft müde und hängst ein wenig ab – das liegt daran, dass es spät hell und früh dunkel wird. Draussen spielen muntert aber auf. (Bild: Getty)

Bettina Kugler

Heute schon kalt geduscht? Zugegeben: Sich das vorzustellen, wenn man unter der kuschligen Decke liegt und knurrend die Schlummertaste des Weckers sucht, ist nicht gerade prickelnd. Kann schon sein, dass es dabei hilft, munter zu werden an einem kalten Wintertag, an dem es erst auf dem Weg zur Schule zaghaft hell wird. Aber es braucht doch ein wenig Überwindung. Wechselduschen heiss und kalt sind eine «Rosskur» gegen Wintermüdigkeit. Und wer ist schon zäh wie ein Ross? Wir jedenfalls haben es lieber sanfter. Weil wir aber auch keine Bären oder Igel sind, können wir uns nicht einfach zusammenrollen und weiterschlummern.

Lass also den Wecker lieber länger klingeln und mach das Licht an. Wer «snoozt», das Aufstehen hinauszögert, ist zehn Minuten später nicht wacher und besser erholt. Ein guter Tipp: Stell den Wecker möglichst weit weg vom Bett auf, und stelle ihn auf genau die Zeit, zu der Du aufstehen musst. Aus den Federn springen ist der erste Schritt zum Munterwerden.

Licht an, viel trinken – und bei jedem Wetter draussen spielen

Im Winter geht das nicht so leicht wie in der warmen Jahreszeit, wenn die Sonne schon früh durch die Jalousien in Dein Zimmer blinzelt. Unser Körper reagiert auf Lichtmangel mit Müdigkeit. Wird es dunkel, schüttet er einen Botenstoff aus: das «Schlafhormon» Melatonin. Im Winter macht er das auch tagsüber, vor allem, wenn der Himmel bedeckt und trüb ist. Na dann gute Nacht! Der Kopfrechnen-Test in der ersten Lektion kann da ja nichts werden ... Ausserdem haben wir weniger Tageslicht. Die Sonne geht spät auf und früh unter – und sie steht tief am Himmel, wird also oft von Häusern und Hügeln verdeckt.

Jetzt, Ende Januar, werden die Tage allmählich wieder länger. Merkst Du es schon, oder bist Du gerade zu müde? Was sicher dagegen hilft: Trinken. Morgens nach dem Aufstehen ein Glas warmes Wasser mit dem Saft einer frisch gepressten Zitrone macht fit und schützt ausserdem vor Schnupfen und anderen lästigen Begleitern in den kalten Monaten. Im Sommer trinken wir viel mehr, weil wir schwitzen und uns durstig fühlen. Im Winter braucht unser Körper die Flüssigkeit, um nicht schläfrig und lustlos zu werden. Wer will das schon?

Bewegung tut gut: schlitteln, Schneebälle werfen – und wenn’s keinen Schnee hat, eben Velo fahren, Versteckis spielen, schwimmen, joggen. Selbst an trüben Tagen ist Tageslicht heller als Beleuchtung im Zimmer. Und Licht macht wach. In nördlichen Ländern wie Schweden, Norwegen und Island gibt es spezielle Tageslichtlampen. Dort ist der Winter ja noch viel dunkler als bei uns. Im Norden Norwegens zum Beispiel dämmert es im Dezember erst ab halb zehn am Vormittag. Um 14 Uhr ist dann schon wieder «Nacht». Auch auf den Färöer-Inseln im Nordatlantik ist das so. «Im Winter bin ich viel drinnen», erzählt Johannes, 12 Jahre alt. Es sei denn, es schneit – doch das kommt auf den Färöer-Inseln nicht so oft vor. Dafür spielt Johannes mit seinen Freunden im Sommer bis in die Nacht Fussball oder fährt mit dem Velo herum. Einschlafen ist nämlich schwierig, wenn es kaum dunkel wird.

In der Dunkelheit des Winters wird viel gelesen (und ferngesehen); früher erzählten sich die Menschen Heldensagen und Geschichten von Trollen, Nixen und Ungeheuern. Da schläft man dann nicht so schnell ein!

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