Wie Wärme die Pilze beeinflusst

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Klimawandel Während sechs Jahren haben Forschende der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) in Stillberg bei ­Davos den Boden an der Waldgrenze um vier Grad erwärmt. Sie wollten herausfinden, wie sich die Klimaerwärmung auf Pilze auswirkt. Was sie herausgefunden haben, hat die Forscher überrascht: Die Pilze haben schneller auf die Erwärmung reagiert als erwartet. Auf den beheizten Stellen verschwand der Orangegelbe Lärchenschneckling fast völlig. Der Rotbraune Milchling und der Weissmilchende Helmling hingegen vermehrten sich. Auf den unbeheizten Kontrollflächen veränderte sich die Lage nicht.

Es stellte sich heraus, dass durch den Temperaturanstieg der Stickstoffgehalt im Boden wuchs. Mikroorganismen wurden aktiver, zersetzten mehr Humus und produzierten doppelt so viel Stickstoff wie in den Kontroll­flächen. Davon profitieren stickstoffliebende Pilze, etwa der Weissmilchende Helmling. Durch steigende Temperaturen wird auch den Bäumen an der Waldgrenze mehr Stickstoff zur Verfügung stehen. Doch mit der Erwärmung werden die Böden austrocknen. Mehr Stickstoff, ­weniger Wasser: Das werde die Wechselwirkungen zwischen Bäumen, Pilzen und Boden verändern. (sda)