Wie Fische sich verständigen

Fische sind intelligenter als gedacht. Das haben Forscher aus der Schweiz und Grossbritannien herausgefunden. Barbara Barkhausen

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Taucher vermessen am Montag, 29. Dezember 2008 im Aquarium im Zoo Hagenbeck in Hamburg im Rahmen einer Inventur einen Zackenbarsch. (AP Photo/Fabian Bimmer) Frogmen try to measure a jewfisch in Hagenbeck's zoo in Hamburg, Germany, on Monday, Dec. 29, 2008. (AP Photo/Fabian Bimmer) (Bild: FABIAN BIMMER (AP))

Taucher vermessen am Montag, 29. Dezember 2008 im Aquarium im Zoo Hagenbeck in Hamburg im Rahmen einer Inventur einen Zackenbarsch. (AP Photo/Fabian Bimmer) Frogmen try to measure a jewfisch in Hagenbeck's zoo in Hamburg, Germany, on Monday, Dec. 29, 2008. (AP Photo/Fabian Bimmer) (Bild: FABIAN BIMMER (AP))

Australische Rifffische sprechen sich ab, wenn es um ihr Abendessen geht. Biologen der Universität Neuenburg und der britischen Cambridge University fanden erstmals heraus, dass Rifffische über Zeichensprache miteinander kommunizieren. Sie machen sich mit Hilfe von Gesten gegenseitig darauf aufmerksam, wo sich Beute versteckt hält.

Menschenaffen und Raben

Bisher war es nicht bekannt, dass Fische sich solcher hoher Kommunikationsformen bedienen können. Eine ähnliche Form der Kommunikation über Gestik ist bisher eigentlich nur von Menschenaffen und Raben bekannt.

Zum Beispiel der Zackenbarsch

Die Forscher veröffentlichten ihre Studie diese Woche im Online-Wissenschaftsmagazin «Nature Communications». Bei ihren Arbeiten entdeckten die Biologen zudem, dass die Kommunikation zwischen verschiedenen Spezies funktioniert. So kommunizieren Zackenbarsch (Bild) und Forellenbarsch mit Hilfe von Zeichensprache mit Jagdpartnern wie Muränen, Lippfischen und Tintenfischen.

Flattern oder Kopfstand

Die Forscher beobachteten bei ihren Studien zwei Signale des Zackenbarsches, mit denen er die anderen Beutefische auf das gemeinsame Abendessen aufmerksam machte. Einmal handelt es sich dabei um ein hochfrequentes Vibrieren oder Flattern. Beim anderen Signal handelt es sich um eine Art Kopfstand des Barsches, um anzuzeigen, wo sich eine Beute versteckt hält.