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«Wichtig sind konkurrenzfähige Angebote»

Der Ingenieur und NTB-Dozent Max Stöck hat zusammen mit Studenten der Interstaatlichen Hochschule für Technik in Buchs und der ETH den «SunCar» entwickelt. Dass gerade die Hochschule in Buchs einen Schwerpunkt Elektromobilität aufgebaut hat, ist kein Zufall.
Max Stöck Dozent für Systemtechnik und Mechanik, NTB Buchs (Bild: Quelle)

Max Stöck Dozent für Systemtechnik und Mechanik, NTB Buchs (Bild: Quelle)

Herr Stöck, sind Sie ein Elektromobil-Freak?

Max Stöck: Primär bin ich Ingenieur und Dozent an der NTB. Ich will meine Fähigkeiten verantwortungsvoll nutzen. Deshalb ist es mir wichtig, dass wir Produkte entwickeln, die einerseits eine hohe Kundenzufriedenheit bewirken, anderseits unsere Umwelt schonend nutzen. Diese Ziele will ich auch meinen Studenten vermitteln. Die Elektromobilität ist ein sehr sinnvolles und attraktives Beispiel dafür. In diesem Sinn bin ich ein Elektromobil-Freak.

Was für ein Auto fahren Sie?

Stöck: Einen VW Polo Diesel mit wenig CO2-Ausstoss. Beim Kauf dieses Fahrzeuges habe ich wie viele andere Automobilisten auch eine Kostenrechnung gemacht und bin zum Schluss gekommen, dass Elektrofahrzeuge heute immer noch zu teuer sind.

Dennoch beschäftigen Sie sich in Ihrer Arbeit fast nur mit dem E-Mobil.

Stöck: Ja, weil ich an die Zukunft dieser Fahrzeuge glaube. Dass wir an der NTB in Buchs einen Schwerpunkt Elektromobilität aufgebaut haben, ist kein Zufall. Im St. Galler Rheintal und im Fürstentum Liechtenstein sind eine Vielzahl Zulieferfirmen der Automobilbranche angesiedelt. Thyssen Krupp Presta in Eschen beispielsweise produziert 80 Prozent aller Nockenwellen für die Autoindustrie. Rieter (heute Autoneum) in Sevelen stellt hitzebeständige Abdeckungen her. Ein besonders innovatives Unternehmen ist die Brusa Elektronik AG in Sennwald, die alle namhaften Automobilfirmen mit Komponenten beliefert, die für die Ausrüstung eines Elektromobils nötig sind.

Der von NTB und ETH entwickelte «SunCar» ist alltagstauglich und fährt mit Erfolg auf der Strasse. Wie haben Sie das mit Ihren Studenten geschafft?

Stöck: Da steckt viel Teamarbeit dahinter. Die Studierenden haben sich gut ergänzt und an zwei verschiedenen Standorten interdisziplinär zusammengearbeitet. Praxis und Theorie haben auf ideale Weise zusammengefunden und aus einem Lotus Evora den «SunCar» mit Elektromotor gemacht. Die Begeisterung, am Wave 2012 teilzunehmen, vermittelte den notwendigen Durchhaltewillen.

Was entwickeln Sie nach dem Sportwagen?

Dieses Jahr haben Studenten an der ETH aus einem kleinen Ein-Zylinder-Motörchen mit einer Leistung von 25 kW einen Range Extender entwickelt, der wahlweise mit Ökobenzin oder Normalbenzin fährt. Dieser wird jetzt von ETH- und NTB-Studenten zusätzlich in den Sportwagen eingebaut. Mit einem voraussichtlichen Verbrauch von drei Litern Benzin auf 100 km wird die rein elektrische Reichweite von 200 bis 250 km auf über 1000 km erweitert.

Was fehlt noch, damit die Schweizer Autofahrer vermehrt auf das Elektromobil umsteigen?

Stöck: Wichtig sind konkurrenzfähige Angebote an Elektroautos. Dabei denke ich vor allem an den Preis. Zusätzlich brauchen wir eine Energiepolitik, welche zur Förderung der Elektromobilität verschiedene Massnahmen ergreift.

Interview: Markus Rohner

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