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WETTERFROSCH: Kachelmann blitzt mit Klage gegen Schwarzer ab

Der Ostschweizer Wetterfrosch Jörg Kachelmann hat vor dem Oberlandesgericht Köln eine juristische Niederlage gegen Alice Schwarzer einstecken müssen. Dabei ging es um einen Artikel Schwarzers, in dem sie Kachelmann Gewalttätigkeit gegen Frauen vorgeworfen hatte.
In einem langwierigen Prozess hat sich Jörg Kachelmann erfolgreich gegen den Vorwurf der Vergewaltigung verteidigt. Nun hat er vor Gericht eine - vorläufige - Niederlage gegen Alice Schwarzer erlitten. (Bild: Archiv/Keystone)

In einem langwierigen Prozess hat sich Jörg Kachelmann erfolgreich gegen den Vorwurf der Vergewaltigung verteidigt. Nun hat er vor Gericht eine - vorläufige - Niederlage gegen Alice Schwarzer erlitten. (Bild: Archiv/Keystone)

Jörg Kachelmann war im Mai 2011 vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen worden. Ein Sprecher des Gerichts bestätigte nun einen aktuellen Bericht von Schwarzers Zeitschrift "Emma".

Kachelmanns Anwälte hatten sich vor Gericht unter anderem gegen einen Absatz aus dem "Bild"-Zeitungs-Text gewehrt. In diesem schrieb Schwarzer, Frauen würden Kachelmann vor Gericht vorwerfen, in ihrer Beziehung "gewalttätig" gewesen zu sein. Seine Anwälte betrachten das als einen Eingriff in die Intimsphäre. Faktisch habe das für das Verfahren gar keine Rolle gespielt.

"So zulässig"
Das Landgericht habe auf Unterlassung entschieden, das Oberlandesgericht die Klage nun aber abgewiesen, sagte der Gerichtssprecher. Der Absatz sei als wertende Zusammenfassung so zulässig. Danach sei auf die einzelnen Aussagen der Frauen Bezug genommen worden. Diese Passagen seien wiederum nicht angegriffen worden.

Kachelmann gibt nicht klein bei
Kachelmanns Anwalt Ruben Engel sagte am Freitag, man wolle weiter dagegen vorgehen. Das Oberlandesgericht habe die Schilderungen der Zeuginnen, auf die Schwarzer Bezug nimmt, als "Randgeschehen" des damals angeklagten Vorwurfs angesehen.

"Das Urteil führt zu einer erheblichen Rechtsunsicherheit, denn theoretisch kann alles als <Randgeschehen> einer vorgeworfenen Tat eingeordnet werden", sagte Engel. "Ohne eine Tat gibt es jedoch auch kein <Randgeschehen>, über das Frau Schwarzer berichten dürfte." (sda)

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