Wenn Pamela kommt

Paparazza

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Der St. Galler Elephant Club kündigt für den 24. Juni hohen Besuch aus Hollywood an. Wenige Tage vor ihrem 50. Geburtstag soll Baywatch-Legende Pamela Anderson vorbeischauen und mit den Gästen auf Tuchfühlung gehen. Was auch immer das heisst. So sehr man sich mit dem Club über den gelungenen PR-Coup freuen möchte: Eine leichte Tragik umweht das Ganze dennoch. Pamela Anderson, das war in den 1990er-Jahren der personifizierte Männertraum: blond, prall, braungebrannt, ausgestattet mit den berühmtesten Silikonkugeln der Welt.

Heute, um zwei Jahrzehnte reifer, gibt sich das einstige Sexsymbol geläutert: Implantate und fetter Lidstrich sind weg. Der Ex-Superstar will tierlieb, natürlich und verletzlich wirken. Die Bürde, einem längst verblichenen Idealbild zu genügen, muss schwer wiegen. Der finanzielle Druck auch. Sonst würde sie sich kaum die Mühe machen, in einem St. Galler Nachtclub aufzutreten. Mitleid muss man deswegen keines haben. Höchstens – ein bisschen – mit St. Gallen. Irgendetwas sagt uns, dass demnächst Tiger Woods anklopfen wird. Es ist ihm zu Ohren gekommen, dass die Schweizer Kleinstadt ein Herz für gewesene Stars hat …

Odilia Hiller

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