Wenn das WLAN lahmt

Schlechter Empfang, niedrige Übertragungsraten – bei der WLAN-Nutzung in den eigenen vier Wänden kann einiges schiefgehen. Die meisten Probleme lassen sich jedoch mit wenig Aufwand beseitigen.

Georg H. Przikling
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Router richtig plazieren. (Bild: pd)

Router richtig plazieren. (Bild: pd)

Schlechter Empfang, niedrige Übertragungsraten – bei der WLAN-Nutzung in den eigenen vier Wänden kann einiges schiefgehen. Die meisten Probleme lassen sich jedoch mit wenig Aufwand beseitigen.

Grundsätzlich gilt, dass Funkverbindungen deutlich störanfälliger sind als Kabellösungen. Die Funkwellen müssen oft Hindernisse überwinden, bis sie das Endgerät erreichen. Und da reicht schon eine Wand mit Eisenträgern zwischen Sender und Empfänger.

Auch anderer Funkverkehr wie beispielsweise Bluetooth kann zu Beeinträchtigungen führen, wie Falko Hansen vom Onlinemagazin «teltarif» erklärt: «Es lohnt sich aus mehreren Gründen, Bluetooth generell auszuschalten und nur bei Bedarf zu aktivieren. Erstens hilft dies dabei Energie zu sparen, und zweitens kann das WLAN sensibel auf Bluetooth reagieren.» Hansen empfiehlt daher, verschiedene Standorte für den WLAN-Router auszuprobieren. Im Schrank sollte man ihn allerdings nicht verstauen. Darunter würde die Signalstärke leiden.

Metallgehäuse

Auf Empfängerseite lässt sich ebenfalls einiges tun. Wer ein schickes Notebook mit Aluminium- oder Magnesiumgehäuse besitzt, leidet oft unter schlechtem Empfang. Gleiches gilt für Desktop-Rechner, die unter dem Schreibtisch stehen.

In solchen Fällen lohnt sich die Anschaffung eines externen WLAN-Adapters mit USB-Anschluss, der den Empfang verbessert. Gute Exemplare mit Geschwindigkeiten bis zu 300 Mbit/s findet man ab 15 Franken. Unser Tip dazu: Besorgen Sie sich gleich noch ein USB-Verlängerungskabel guter Qualität mit maximal zwei Metern Länge. Das Kabel wird in einen freien USB-Steckplatz des Rechners gestöpselt, am anderen Ende wird der USB-Funkadapter angeschlossen. Durch das flexible Verlängerungskabel ist man so in der Lage, den Funkadapter für den optimalen WLAN-Empfang auszurichten.

Signalstärke einstellen

Einen Blick sollte man bei Empfangsproblemen auch in die Einstellungen des Routers werfen. Dazu startet man den Browser und gibt die Webadresse des Routers ein, die zusammen mit dem Zugangscode auf dessen Gehäuse-Rückseite oder im Handbuch steht. Suchen Sie in den Router-Einstellungen die Option zum Ändern der Signalstärke des WLAN. Hier gilt: Ein starkes Signal bedeutet nicht zwangsläufig, dass man damit auch besseren Empfang hat – es kann zu Interferenzen führen. Wer mit Empfangsproblemen zu kämpfen hat, sollte deshalb schrittweise die Sendeleistung seines Routers reduzieren.

Ebenfalls einen Versuch wert ist es, den Sendekanal zu wechseln. Die meisten Router bieten zwar in ihren Einstellungen die Option, automatisch auf wenig genutzte Kanäle zu wechseln. Die Funktion funktioniert aber nicht immer zuverlässig, so dass man von Hand auf einen Funkkanal umstellen muss, der weniger überlaufen ist.