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Was die Lunge leistet und wie sie krank wird

Sie ist ein absolut lebenswichtiges Organ. Ohne die Lunge bekäme der Mensch keine Luft mehr. Dass er beim normalen, ruhigen Atmen nur gerade zwanzig Prozent des Lungenvolumens nutzt, ändert an ihrer zentralen Rolle nichts. Wie aber nimmt sie diese Rolle wahr – und was geschieht, wenn ein Krebs zu wuchern beginnt?

Fangen wir beim Äusseren an: Die beiden Lungenflügel füllen den Brustraum aus, sie sind mit einer festen, feuchten Haut überzogen, dem Lungenfell. Gegen unten schliesst in zwei Kuppeln das aus Sehnen und Muskeln bestehende Zwerchfell an. Es ist der wichtigste Atemmuskel, weil die Lunge selber über keine Muskeln verfügt. Sie funktioniert vielmehr dank eines Unterdrucks im Innern wie ein Blasebalg. Entspannt sich das Zwerchfell, dann atmen wir aus. Beim Einatmen spannt es sich, die Kuppeln flachen ab und ziehen die Lungenflügel nach unten.

Austausch über 300 Millionen Bläschen

Im Innern sitzen etwa 300 Millionen Lungenbläschen mit einer Oberfläche von 75 bis 80 Quadratmetern, über die Sauerstoff ins Blut übertreten kann, das ihn zu den Zellen transportiert. Dazu muss die Lunge über zwei Kreisläufe verfügen – den einen für die Luft, den andern für das Blut. Die Luft wird über die Luftröhre eingesogen, von der rechts und links je ein Atemweg (Bronchus) abzweigt. Sie verzweigen sich weiter in die Lappenbronchien. Immer feiner wird die Struktur, bis am Ende der Bronchiolen wie Beeren an einer Weintraube die Lungenbläschen sitzen.

Die Luft strömt auf demselben Weg herein, wie sie, um den Sauerstoff erleichtert, die Lunge wieder verlässt. Parallel dazu fliesst das an Sauerstoff arme und an Kohlendioxid reiche Blut von der rechten Herzkammer auf einem eigenen Kreislauf in die Verästelungen der Lunge – und zurück zur linken Herzkammer.

Über die Luft kommen auch schädliche Stoffe in die Lunge. Zu den gefährlichsten, weil Krebs ­erregenden Stoffen gehören die Karzinogene. Asbest enthält solche Karzinogene, ebenso das ­radioaktive Gas Radon. Vor allem aber: Beim Rauchen gelangt mit der Luft ein Gemisch aus vielen Tausenden chemischer Stoffe in die Lungen, von denen über vierzig Krebs erregen.

Wie Krebs den Körper lahmlegt

Sie dringen in die Zellen ein und schädigen dort die Gene, und zwar so, dass sie sich unkontrolliert zu teilen beginnen. Unbemerkt bilden sich in den Bronchien kleine Tumore (siehe Grafik), von denen sich einzelne Zellen lösen und andernorts im Körper Tochtergeschwülste bilden können. Überall, wo dieser Krebs nun wuchert, verdrängt er gesundes Gewebe – bis er ganze Organe lahmlegt. Mit tödlichen Folgen. (R.A.)

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