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Warum der Dodo ausgestorben ist

Normalerweise stellen wir an dieser Stelle Tiere und Pflanzen vor, die in unserer Welt zu finden sind. Vielen Arten aber droht das Aussterben. Deshalb erinnern wir heute an einen Vogel, dem dieses Schicksal beschieden war: den Dodo.
Rolf App

Normalerweise stellen wir an dieser Stelle Tiere und Pflanzen vor, die in unserer Welt zu finden sind. Vielen Arten aber droht das Aussterben. Deshalb erinnern wir heute an einen Vogel, dem dieses Schicksal beschieden war: den Dodo.

Im Jahr 1598 geriet eine Flotte der Holländer unter dem Kommando des Admirals Jacob Corneliusz van Neck in einen schweren Sturm. Einige Schiffe landeten auf der Insel Mauritius im Südwesten des Indischen Ozeans. Matrosen wurden ausgeschickt, Wasser und Nahrung zu suchen. Sie kehrten mit einem Vogel zurück, der nicht fliegen konnte und deshalb leicht zu fangen war.

«Hühner, zweimal so gross wie Schwäne, abscheuliche Vögel», notierte van Neck in sein Tagebuch. In Berichten aus dem Jahr 1669 heisst es: «Sie können gar schnell laufen, wir jagten sie einer dem andern zu, dass wir sie mit Händen greifen konnten.» Doch aufgepasst: «Mit ihren Schnäbeln konnten sie hart zubeissen.»

Das Fleisch schmeckte nicht so besonders, aber wenn man es lange kochte, konnte man den Vogel essen. Das Gewicht des Vogels lohnte die Jagd. 1634 taucht dann ein Name für diesen Vogel auf: Dodo. Wenige Jahrzehnte darauf, spätestens 1690, war er schon ausgestorben.

Den Garaus gemacht haben dem Tier, das wegen seiner verkümmerten Brustmuskulatur nicht fliegen konnte, sich von vergorenen Früchten ernährte und am Boden nistete, zum einen der Mensch. Und zum andern die von ihm eingeschleppten Ratten und verwilderten Haustiere, vor allem Schweine und Affen. Sie haben die Eier gefressen.

Auf eine dritte mögliche Erklärung sind im Juni 2006 von einem niederländischen Geologen geleitete Forscher gestossen, als sie in einem ehemaligen Moor eine grosse Menge an Tierknochen und Pflanzensamen fanden. Darunter befanden sich viele Skelettteile des Dodo. Der Fund deutet nach Ansicht der Wissenschafter darauf hin, dass schon vor der Ankunft des Menschen eine Naturkatastrophe den Dodo dezimiert hat.

Wie auch immer: Weniger als hundert Jahre nach seiner Entdeckung war der Dodo bereits nicht mehr da. Und wäre rasch vergessen worden, hätte ihn nicht Lewis Carroll 1865 in «Alice im Wunderland» erwähnt. Mit der Popularität des Buches wuchs die Popularität des Vogels, der in der lateinischen Fachsprache Raphus cucullatus heisst, was «kapuzentragender Nachtvogel» bedeutet, und zu deutsch Dodo oder Dronte. Mauritius hat ihn heute im Wappen, und im Tourismus stellt der Dodo ein unbestreitbares Plus dar: Er ziert Bettvorleger, Strandtücher und Tassen.

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