Vorarlberg jagt illegale Spielhöllen

Die Finanzpolizei macht in Vorarlberg vermehrt Jagd auf illegale Spielhöllen. Im vergangenen Jahr wurden bei 85 Razzien 240 illegale Automaten beschlagnahmt. Bei den Kontrollen wurden zudem Fälle von Drogenhandel, Prostitution, und Menschenhandel aufgedeckt.

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Innerhalb eines Jahres hat die Vorarlberger Polizei 240 illegale Automaten beschlagnahmt. (Bild: MARTIN RUETSCHI (KEYSTONE))

Innerhalb eines Jahres hat die Vorarlberger Polizei 240 illegale Automaten beschlagnahmt. (Bild: MARTIN RUETSCHI (KEYSTONE))

Im ersten Halbjahr 2016 gab es bereits 53 Razzien, wie aus der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage eines Vorarlberger Politikers bekannt wurde. Aus dem Verkehr gezogen wurden bei diesen unangekündigten Besuchen der Exekutive insgesamt 72 Glücksspielautomaten, in 23 Fällen wurde Anzeige erstattet.

Neben den bereits bekannten Standorten für Automaten gibt es laut einer Einschätzung der österreichischen Finanzpolizei in Vorarlberg weitere Orte mit illegalen Geräten. Grösstes Problem der Ermittler seien die teilweise komplizierten Firmenkonstruktionen von Glücksspielanbietern mit ausländischen Beteiligungen.

Immer häufiger würden in Zusammenhang mit dem illegalen Glücksspiel andere Delikte aufgedeckt, zum Beispiel Drogenhandel, Prostitution, Menschenhandel, Betrug oder Erpressung. Die örtlichen Sicherheitsbehörden und die Finanzbehörden des Bundes müssten stärker zusammenarbeiten, um die organisierte Kriminalität intensiver zu bekämpfen. (sda/apa)