Vom Rüsten

Wer kocht, muss zuerst rüsten. Oder den Tieren das Fell über die Ohren ziehen – was wir heute mindestens noch sprichwörtlich tun. Den Rest überlassen wir gern dem Metzger. Für das Rüsten hat sich ein reicher, auch regional stark abgestufter Wortschatz herausgebildet.

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Wer kocht, muss zuerst rüsten. Oder den Tieren das Fell über die Ohren ziehen – was wir heute mindestens noch sprichwörtlich tun. Den Rest überlassen wir gern dem Metzger. Für das Rüsten hat sich ein reicher, auch regional stark abgestufter Wortschatz herausgebildet.

Die Berner und die Haut

Nehmen wir die Berner. Bei ihnen haben Gemüse und Früchte mit einer dünnen Haut eine «Schinti» – was verwandt ist mit dem englischen «Skin», der Haut –, sie werden geschintet, das Übrige wird gerüstet. «Das geht so weit, dass die Bernerinnen und Berner rohe Kartoffeln rüschte, gekochte schinte.»

Auch das Schneiden hat vielseitig verwendbare Wörter hervorgebracht. Wir kennen den «Aufschneider» und unterteilen unsere Texte in «Abschnitte». Oder wir «schneiden» jemanden. Das heisst, wir beachten ihn nicht.

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