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Vielleicht entstand Eva aus Adams Rippe

Jedes Wirbeltier besitzt die länglich gebogenen Knochen, die nach unten beziehungsweise vorn ziehen und so die Brust von beiden Seiten umfassen: die Rippen. Bei Fischen kommen diese in der ganzen Rumpfregion vor, die Amphibien haben kleine Rippen oder sie fehlen ganz.
Sereina Jörg
Knochen mit Bogen: Rippen (Bild: fotolia)

Knochen mit Bogen: Rippen (Bild: fotolia)

Jedes Wirbeltier besitzt die länglich gebogenen Knochen, die nach unten beziehungsweise vorn ziehen und so die Brust von beiden Seiten umfassen: die Rippen. Bei Fischen kommen diese in der ganzen Rumpfregion vor, die Amphibien haben kleine Rippen oder sie fehlen ganz. Und beim Menschen sind die Rippen nur im Brustwirbelbereich vorhanden, der Lendenbereich bleibt frei.

Echte und unechte Rippen

Die Rippen sind paarweise, spiegelbildlich aufgebaut, sind gelenkig mit der Brustwirbelsäule verbunden und bilden mit dem Brustbein den knochigen Brustkorb. Beim Menschen sind aber nicht alle Rippenpaare knorpelig mit dem Brustkorb verwachsen. Nur die ersten sieben Paare sind verbunden mit dem Brustbein und werden daher auch als «echte» Rippenpaare bezeichnet. Die Rippen acht bis zehn werden «falsche» Rippen genannt – sie sind nur indirekt mit dem Brustbein verbunden.

Funktion als Namensgebung

Viele Knochen sind nach ihrem Aussehen benannt – nicht so aber die Rippe. Betrachtet man die Herkunft des Worts Rippe, merkt man, dass hier die Funktion als wichtiger empfunden wurde als das Aussehen. Die Übersetzung aus dem Althochdeutschen ist Rippe. Aber die Übersetzung aus dem Griechischen zeigt die Funktion auf: Das griechische Wort eréphein bedeutet im Deutschen «überdecken», «überdachen» beziehungsweise «Dach» oder «Bedeckung». Demnach bilden die Rippen als Teil des Brustkorbes eine Schutzhülle und Abdeckung für wichtige Organe wie Herz, Lunge und Leber.

Mysteriöse 13. Rippe

Um die Rippen rankt sich auch ein Mythos. Dieser besagt, Frauen hätten eine Rippe mehr als Männer, heisst 13 Rippen anstelle von 12. Der Ursprung des Mythos wird in der biblischen Erzählung über Adam und Eva, auf die Schaffung der Frau zurückgeführt: Adam hätte eine Rippe gegeben, um daraus Eva zu schaffen. Auch andere Mythen thematisieren die Erschaffung eines Menschen aus Knochen, so wurde Dionysos aus Zeus' Oberschenkelknochen geboren.

Die Wissenschafter sind sich in einem aber einig: Eine 13. Rippe ist selten. Doch wie selten, ist schwer zu sagen. Die Rede ist von sechs Prozent der Bevölkerung oder aber von einem von 200 Menschen. Aber die Forscher sind nicht der Meinung, die Knochenanzahl rühre von der biblischen Entstehungsgeschichte her. Mehr betrachten sie die überflüssige Rippe als Überbleibsel der Evolution – eine Art Kennzeichnung unserer Abstammung von Tieren, die noch viel mehr Rippen hatten als wir. Wer seine Anzahl wissen will, braucht ein Röntgengerät, denn abtasten geht nicht.

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