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Versöhnung mit den eigenen Dämonen

Hörbar Rock

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Betrand Cantat

Amor Fati (Barclay/Universal)

Es ist ein deutliches Zeichen, wenn einer wie Bertrand Cantat eine Platte nach Friedrich Nietzsches Maxime von der «Liebe zum Schicksal» benennt. Ein Zeichen zumindest für Versöhnung mit den eigenen Dämonen. Der ehemalige Sänger der französischen Rockikonen Noir Désir war weit über seine Heimat hinaus zum Symbol für Gewalt gegen Frauen geworden, nachdem er 2003 seine Frau, die Schauspielerin Marie Trintignant, zu Tode geprügelt hatte. Der Rockstar war auf einmal verglüht, hatte Selbstmordgedanken und fand nach der Entlassung aus dem Gefängnis 2007 nur schwer den Anschluss an die Gesellschaft. Nun veröffentlicht Cantat das erste Album unter seinem eigenen Namen. Ein richtiges Soloalbum ist es allerdings nicht: Pascal Humbert, mit dem Cantat nach der gescheiterten Reunion von Noir Désir das Duo Détroit gegründet hatte, spielt ebenso mit wie deren Livemusiker Bruno Green und weitere Gäste wie Trompeter Erik Truffaz. Und doch ist «Amor Fati» mehr als die zweite Dé­troit-Platte. Die oft elektronisch angehauchten Songs geben Cantats Handschrift einen neuen Stil – und gehen unter die Haut.

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Neil Young & Promise Of The Real

The Visitor (Reprise/Warner)

Protestsongs eines Nimmermüden

Auch mit 72 Jahren ist Neil Young noch angriffslustig. Das Protestalbum «The Visitor» ist sein zweites mit Promise Of The Real, der Rumpelrock-Gruppe um die Willie-Nelson-Sprösslinge Lukas und Micah. Darauf rechnet Young deutlich mit der US-Politik und Donald Trump ab. So gut und erfrischend die Platte unter dem Strich ist, einigen Songs fehlt musikalisch der letzte Biss.

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The View Electrical

Heiligenstadt (No Sun Records)

Ein Spagat zwischen verschiedenen Stilen

Die Lausanner Indie-Gruppe The View Electrical legt mit «Heiligenstadt» ihre Reifeprüfung ab. Auf ihrem zweiten Album gelingt ihr der Spagat zwischen Post-Rock, Metal, Folk-Rock und anderen Stilen noch eleganter als auf dem guten Début von 2015.

David Gadze

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