Koproduktionen

Wegen «No Billag» und Sparauftrag: Das SRF will enger mit ORF und ZDF zusammenarbeiten

SRF will mit den öffentlich-rechtlichen Sendern in Österreich und in Deutschland noch stärker zusammenarbeiten. Der Schweizer Sender, ORF und ZDF vereinbarten Koproduktionen im Volumen von rund 140 Millionen Euro für das kommende Jahr.

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Das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) setzt auf länderübergreifende Zusammenarbeit. (Archivbild)

Das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) setzt auf länderübergreifende Zusammenarbeit. (Archivbild)

KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

Das teilte das ZDF am Dienstag mit. Für dieses Jahr hatten sie Produktionen mit einem Volumen von mehr als 100 Millionen Euro beschlossen.

Beispiele für gemeinsame Angebote sind die Krimiserie "Die Chefin", "Die Helene-Fischer-Show" und die Kinder-Ratesendung "1, 2 oder 3". Für das nächste Jahr sind unter anderem das historische Drama "Ein Dorf wehrt sich - Das Geheimnis von Altaussee" und die Kindersendung "Museum Aha" geplant.

"Ein solches länderübergreifendes Bündnis ist nicht nur in Zeiten von Sparbemühungen zukunftsweisend", erklärte ZDF-Programmdirektor Norbert Himmler nach einem Treffen in Wien. "Es bringt die drei Länder einander näher."

ORF-Programmdirektorin Kathrin Zechner sagte, alle profitierten von der Zusammenarbeit der Partnersender - "vor allem am Ende das Publikum". SRF-Programmdirektor Ruedi Matter wies darauf hin, dass die Finanzmittel immer knapper würden, während global tätige Unternehmen fast unbeschränkte Budgets hätten, um fiktionale Inhalte zu produzieren.

Die SRG hat nach der «No Billag»-Abstimmung ein umfangreiches Reformprogramm präsentiert. Dieses enthält auch Sparbemühungen. Da macht es Sinn, mit anderen deutschsprachigen Sendern zusammenzuarbeiten, namentlich mit den öffentlich-rechtlichen in Deutschland und Österreich.