Seengen
Umbau Schulhaus und Mehrzweckhalle von Seengen ist beschlussfähig

Am Freitag, 11. Juni, entscheidet die Gemeindeversammlung Seengen über einen gewaltigen Brocken. Die Sanierung des Schulhauses Nr. 2 mit Mehrzweckhalle kommt auf knapp 8,2 Millionen Franken zu stehen.

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Seengen, Umbau Schulhaus und Mehrzweckhalle, Gemeindeversammlung, Dorfplatz

Seengen, Umbau Schulhaus und Mehrzweckhalle, Gemeindeversammlung, Dorfplatz

Lenzburger Bezirks-Anzeiger

Alfred Gassmann

Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Seengen können vom Traktandum «Sanierung des Schulhauses Nr. 2 mit Mehrzweckhalle» mit Kosten von 8 186 000 Franken nicht überrascht sein. Der Gemeinderat ist systematisch vorgegangen, hat die Bevölkerung immer über alle Schritte zum vorliegenden Projekt umfassend orientiert und an Gemeindeversammlungen Beschlüsse eingeholt.

Den Architekturwettbewerb gewann das Architekturbüro Stutz Kohli GmbH, Wohlen, mit dem Projekt «Lappi tue d'Auge uf». Vor just einem Jahr bewilligte die Einwohnergemeindeversammlung am 12. Juni einen Projektierungskredit von 360 000 Franken. 2009 rechnete der Gemeinderat noch mit Investitionen von 7 Millionen Franken. Doch nun liegt das Bauprojekt verständlicherweise mit genaueren Zahlen vor. «Die gute Finanzlage unserer Gemeinde erlaubt es, die Investition ohne Steuerfusserhöhung tätigen zu können», hält der Gemeinderat in den Erläuterungen zur kommenden Gemeindeversammlung fest.

Mancher Besucher der Orientierungsversammlung vom Mai 2009 erinnert sich an die Worte von Nelli Ulmi, Gemeindeammann, wonach der Finanzplan nicht aus dem Lot geraten wird.

Breit abgestützte Kommission

Der Gemeinderat setzte eine elfköpfige Kommission ein, die vier Unterkommissionen arbeiten liess. Die Behörde spricht denn auch von einem überzeugenden Resultat. Offenbar waren über 50 Personen an der Projektierung beteiligt. Im Erdgeschoss ist die Mehrzweckhalle mit Foyer samt Nebenräumen angeordnet und von einem Lehrerzimmer aus lässt sich der Pausenplatz überblicken. Im 1. Obergeschoss befinden sich ausschliesslich die Schulräume in einer Ebene, und zwar direkt verbunden mit dem Schulhaus Nr. 1. Es umfasst sechs Schulzimmer, die naturwissenschaftliche Sammlung und drei Gruppenräume. Die Bibliothek, das Vereinszimmer, der Mittagstisch, die Musikzimmer, die WC-Anlagen, die Garderoben und die Technikräume sind im Untergeschoss untergebracht.

Der gedeckte Arkadenbereich kann für die tägliche Nutzung dieser Räume, wie auch grossflächig zusammen mit dem Schulhausplatz für Veranstaltungen und Ausstellungen, benützt werden. Die gesamte Anlage ist rollstuhlgängig konzipiert.

Dorfplatz wird aufgewertet

Durch den Abbruch des Schulhauses 2 klärt sich die volumetrische Situation der Gesamtanlage. Der Platz, umrahmt von Schulhaus Nr. 1, Mehrzweckhalle und Kirche übernimmt seit jeher die Funktion eines Dorfplatzes mit freier Sicht auf die Kirche. Mit dem Umbau der Mehrzweckhalle wird der Platz massgebend aufgewertet. Als Fassadenmaterial werden Klinkerplatten verwendet. Das Projekt weist energietechnisch einen sehr hohen Standard auf, der vor rund zwei Jahren noch dem offiziellen Minergie-Standard entsprochen hätte. Der Gemeinderat sieht wegen der Mehrkosten von 575 000 Franken davon ab, den aktuellen Minergie-Standard anstreben zu wollen.

Das Mobiliar der Mehrzweckhalle ist rund 30 Jahre alt. Obwohl diese Investition nicht in direktem Zusammenhang mit der Schulhaussanierung steht, soll das Mobiliar gleichzeitig ersetzt werden. Der Gemeinderat rechnet nicht mit zusätzlichen Betriebsfolgekosten, hingegen wird die Sanierung aus energietechnischen Gründen sogar zu Einsparungen führen. Es steht aber fest, dass Subventionen und Beiträge ausgerichtet werden. Diese lassen sich aber noch nicht beziffern.

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