Stärne-Wiehnacht
Sie wächst, wächst und wächst

Noch hält sich die weihnachtliche Vorfreude in Grenzen. Doch was die Stärne-Wiehnacht betrifft, haben die Organisatoren allen Grund dazu: Mehr Stände, mehr Zelte, mehr Leute – hoffentlich.

Drucken
Stärne-Wiehnacht

Stärne-Wiehnacht

az Langenthaler Tagblatt

Julian Perrenoud

Nicht so schön wie der Markt in Huttwil ist sie, aber mittlerweile grösser. Das findet René Marti, Gesamtverantwortlicher der Langenthaler Stärne-Wiehnacht. Die kleinen Holzhäuschen, die am Wochenende vor Weihnachten die Marktgasse schmücken, sind ein Anziehungspunkt geworden. Würde man die Besucher zählen, käme die Stärne-Wiehnacht bestimmt gleich nach der Fasnacht, sagt Daniel Bader, OK-Präsident.

Stärne-Wiehnacht

Der Weihnachtsmarkt findet am Freitag, 18. Dezember (14 bis 22 Uhr), Samstag, 19. Dezember (9 bis 20 Uhr) und Sonntag, 20. Dezember (10 bis 18 Uhr) statt. Am Sonntag haben die Geschäfte von 11 bis 18 Uhr geöffnet. An der Stärne-Wiehnacht gibts Zelte, Kutschenfahrten oder Platzkonzerte. Am Sonntag, 13. Dezember, erwacht die Weihnachtsgeschichte auf der Marktgasse zum Leben (11 bis 18 Uhr). An beiden Wochenenden verkehren Gratisbusse. Am Sonntag, 6. Dezember, besucht der Samichlaus die Marktgasse.

Die fünfte Ausgabe in dieser Form verspricht interessant zu werden: 20 Stände mehr als letztes Jahr wird es geben, neu sind auch ein drittes Festzelt und der Raclette-Wagen auf dem Däster-Platz. Damit dieser vom Besucherstrom nicht gänzlich abfällt, stehen nun auch an der Farbgasse Häuschen und Stände. Während über vier Tagen wird deshalb die Farbgasse und der Parkplatz beim Däster für den Verkehr gesperrt.

Trotz des Erfolgs ist der Märit defizitär

55 Holzhäuschen, 7 Stände, 3 Zelte, 1 Rösslispiel und der grosse Tannenbaum werden zwischen dem 18. und 20. Dezember die Gassen schmücken. Ginge es nach den Marktfahrern, wärens sogar mehr. Das OK musste die letzten Bewerber auf nächstes Jahr vertrösten: «Das Maximum ist erreicht», sagt Marti.

Er erklärt sich den Ansturm damit, dass die bisherigen Verkäufer gute Ergebnisse erzielt haben. Ein wichtiger Punkt ist zudem, dass der Langnauer Weihnachtsmärit einging. Viele Marktfahrer haben sich deshalb nach Langenthal orientiert.

Mehr ist für kommende Jahre deshalb unmöglich, weil der Aufwand für die Stadtvereinigung Langenthal (SVL) zu gross würde. Zudem ist der Märit - trotz seines gegenwärtigen Erfolgs - defizitär. In Zeiten von Finanzkrise und Schweinegrippe ist es deshalb umso erstaunlicher, dass die Stärne-Wiehnacht weiter einen Schritt nach vorne wagt. «Die Welt ist hektisch», sagt Bader. «Und deshalb wollen wir ihr in diesen Tagen ein wenig Besinnlichkeit vermitteln.»

Auch der Samichlaus schaut vorbei

Besinnliche Stunden gibts schon eine Woche vorher: am Sonntag, 13. Dezember, erwecken die Arbeitsgemeinschaft für christliche Jugendarbeit und die EVP in der Marktgasse die Weihnachtsgeschichte zum Leben: Kamele, Schafe und Esel spazieren durch die Strassen, Kinder können malen und basteln, daneben inszenieren Schauspieler die Weihnachtsgeschichte. Beduinenzelte - ohne Gaddafi - laden zum Verweilen ein. Und am 6. Dezember schaut an gleicher Stätte gar noch der Samichlaus vorbei.

An der kommerziellen Stärne-Wiehnacht legen die Organisatoren heuer grossen Wert darauf, dass alle Verkäufer ihre Häuschen nach dem Motto «Stärne» dekorieren. Auf einem Rundgang beurteilt das OK diese anschliessend, um bei der Anmeldung 2010 schlecht dekorierte Aufbauten aus dem Programm streichen zu können. So stimmig wie der Markt in Huttwil werde der in Langenthal damit wohl auch nicht, sagt Marti. Aber das sei schliesslich nicht das Ziel: «Die Stärne-Wiehnacht ist so, wie sie eben ist.»

Aktuelle Nachrichten