Tunesien

MSC-Kreuzfahrten bestätigt: Neun Gäste kamen beim Terroranschlag ums Leben

Für neun Touristen der „MSC Splendida“ endete der Ausflug ins Bardo Museum tödlich, meldet das Schweizer Kreuzfahrten-Unternehmen. Zudem werden noch sechs Schiffstouristen in Tunis vermisst. Die Polizei hat unterdessen neun Verdächtige festgenommen.

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Die MSC Spendida ist wieder unterwegs.

Die MSC Spendida ist wieder unterwegs.

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Nun ist es klar: MSC Cruises mit Sitz in Genf meldet neun Todesopfer unter den Gästen, die sich auf der Kreuzfahrt übers Mittelmeer an Bord der „MSC Splendida“ befanden. Das Kreuzfahrtschiff mit 3714 Gästen und 1267 Crew-Mitgliedern an Bord lief gestern den Hafen der tunesischen Hauptstadt Tunesien an. Das Unternehmen meldet, dass wie jedes Mal auch ein Besuch des Bardo Museums in der Innenstadt angeboten worden ist.

Terroranschlag in Tunesien
18 Bilder
Bewaffnete nahmen mehrere Touristen als Geiseln.
Rettungskräfte bergen eine verletzte Geisel
Sicherheitskräfte bringen Touristen aus dem Museum
Terroranschlag in Tunesien
Terroranschlag in Tunesien
Terroranschlag in Tunesien
Terroranschlag in Tunesien
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Terroranschlag in Tunesien
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Terroranschlag in Tunesien

Terroranschlag in Tunesien

Keystone

Keine Schweizer unter den Toten

Dort verübten am Nachmittag uniformierte Terroristen ein Attentat. Und schossen auch auf Gäste von MSC Cruises. Dabei seien neun Gäste ums Leben gekommen und 12 verwundet worden, schreibt das Unternehmen in einer Medienmitteilung. Zu den Todesopfern zählen drei Japaner und jeweils zwei Franzosen, Spanier und Kolumbianer. Die Verletzten – sieben Franzosen, drei Japaner sowie je ein Südafrikaner und ein Belgier – würden in verschiedenen Spitälern behandelt.

Obwohl noch sechs Gäste vermisst werden, hat das Schiff heute früh den Hafen von Tunis wieder verlassen. Es seien weder unter den Toten, noch den Verletzten oder Vermissten Schweizer Staatsangehörige, meldet MSC Cruises.

Zweites Schiffsunternehmen machte noch keine detaillierten Angaben

Zeitgleich war im Hafen von Tunis auch ein Kreuzfahrtschiff von Costa Crociere. Auch dieses Unternehmen hatte zum Zeitpunkt des Attentats Gäste im Bardo Museum. Insgesamt starben beim Terrorattentat gestern gemäss Regierungsangaben 25 Menschen, unter ihnen 20 Touristen.

Die Opfer stammten aus Polen, Italien, Spanien und Tunesien und womöglich aus Deutschland. Auch zwei Angreifer wurden getötet. Mehr als 40 Menschen wurden verletzt.

Polizei verhaftet Verdächtige

Die Polizei hat nach offiziellen Angaben neun Verdächtige festgenommen. Vier von ihnen stünden laut der Regierung "in direkter Verbindung" mit dem Attentat vom Vortag, fünf weitere würden verdächtigt, mit der verantwortlichen "Zelle" in Verbindung zu sein, erklärte die Präsidentschaft am Donnerstag. (dfu)