Lügendetektor
Hat der Lügendetektor bald ausgedient? Israelische Forscher entdecken den Wahrheitsgehalt von Handschriften

Mit einem neuen Verfahren kann der Wahrheitsgehalt von Handschriften beurteilt werden. Die israelischen Forscher halten ihr System für deutlich genauer als den herkömmlichen Lügendetektor.

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Lügendetektor

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Wie gross ist der Wahrheitsgehalt eines geschriebenen Satzes? Israelische Wissenschaftler haben ein Verfahren entwickelt, um Parameter von Handschriften objektiv zu messen. «ComPET» (Computerized Penmanship Evaluation Tool) nennt sich das neue Gerät. Das «computerisierte Schreibkunst Auswertungswerkzeug» verfügt über eine drucksensible Schreibtafel, mit der individuelle Eigenheiten festgestellt werden können. Einige dieser eEigenheiten sind nur sehr schwer oder gar nicht gedanklich zu kontrollieren, schreiben Gil Luria und Sara Rosenblum in der Nove,berausgabe des Fachjournals «Applied Cognitive Psychology».

Gemessen wurde unter anderem, wie das zeitliche Verhältnis «Stift auf der Schreibfläche/Stift in der Luft» ist, die Länge, Höähe und Dicke jeden Strichs und der Druck der Stiftspitze auf die Unterlage. Die Hauptautoren von der Universität Haifa fanden heraus, dass sich die genannten Parameter verändern, wenn jemand einen unwahren Satz schreibt.

Die Handschriftenerkennung könnte in Zukunft den klassischen sprachbasierten Lügendetektor ablsen. Die Verwertbarkeit herkömmlicher Testergebnisse ist zurzeit sehr mässig. Deshalb ist der Lügendetektor beispielsweise in Deutschland seit 1954 in Strafporzessen verboten, und in der Schweiz gar nicht zugelassen. Die neue Handschrifterkennung ist aus Sicht der Autoren deutlich präziser und köntne auch in juristischen Verfahren eingesetzt werden.